Nachricht | POSTWACHSTUMSSTADT - Perspektiven des sozial-ökologischen Wandels der Stadtgesellschaft

10./11.05.2019 - Konferenz an der Bauhaus-Universität Weimar

Ein ›Weiter so‹ gibt es nicht. Ökologische, soziale und kulturelle Krisen machen deutlich, dass Städte, geformt von kapitalistischer Expansion und imperialer Lebensweise, zunehmend an Grenzen stoßen. Gleichzeitig werden die Rufe nach einer großen Transformation lauter. In diesem Kontext wollen wir mit der Konferenz aktivistische und akademische Perspektiven auf die bereits stattfindenden und gesellschaftlich nötig werdenden Transformationen urbaner Räume und Gesellschaften einnehmen.

In der Debatte rund um Wachstumskritik, Postwachstum und Degrowth kommen Stadtforschung und -planung besondere, bisher jedoch wenig diskutierte Rollen zu. Der sozial-ökologische Umbau der Stadt ist kein Projekt, das von smarten Technologien oder effizienter Ressourcennutzung allein umgesetzt werden kann. Stattdessen gehört zu den Grundgedanken der Konferenz, dass dieser Umbau vielmehr gesellschaftlich erprobt und politisch erstritten werden muss. Auf der Konferenz sollen daher praktische und theoretische Ansätze vorgestellt, diskutiert und in Verbindung zueinander gebracht werden. Akteur*innen des Wandels finden sich dementsprechend in der Zivilgesellschaft und sozialen Bewegungen, sind verortet in Politik, Stadt- oder Regionalplanung oder erproben die Gestaltung neuer Alltagsroutinen.   

Mit der Bauhaus-Universität findet die Konferenz an einem Ort statt, der wie kaum ein anderer für progressive Architektur, Gestaltung und Planung steht. Genau einhundert Jahre nach seiner Gründung verstehen wir das Bauhaus noch immer als Institution mit gesellschaftsgestaltendem Anspruch und politischer Verantwortung. Vielfältige Visionen der sozial-ökologisch gerechten Entfaltung städtischer Lebensräume wollen wir daher ganz bewusst an der Bauhaus-Universität im gemeinsamen Gespräch entwickeln.

Link zur Bauhaus-Universität Weimar / Postwachstumsstadt

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