13. November 201930 Jahre Rechtsradikalismus und Antifabewegung in Ostdeutschland

Podiumsdiskussion

Information

Veranstaltungsort

Kunsthaus
Michaelisstraße 24
99084 Erfurt

Zeit

13.11.2019, 19:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Neonazismus / Rassismus, 30 Jahre 89/90

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Die Neonaziszene in der DDR erstarkte Ende der 1980er Jahre zusehends. Ob Ostberlin oder Weimar, Überfälle auf Punks, alternative Jugendliche, Schwule, Lesben und VertragsarbeiterInnen aus Mosambik, Vietnam oder Angola häuften sich. Rechte Hooligans eroberten die Stadien der Oberliga. Auch wurden jüdische Friedhöfe geschändet.

Diese rechte Szene erlebte nach der Wende einen beachtlichen Zuwachs und verbandt sich mit einem, von neuem Nationalstolz und Rassismus ergriffenen Teil der DDR-Bürger. Mit der Gründung der „Nationalen Alternative“ entstand in Ostberlin 1990 eine erste neue rechtsradikale Partei und Anlaufstelle der europäischen Naziszene. In vielen Städten Ostdeutschland kam es zu Übergriffen auf besetzte Häuser, Cafes und Kneipen der Alternativszene.

Gemeinsam mit „besorgten Bürgern“ wurde 1992 in Rostock-Lichtenhagen das Sonnenblumenhaus von Rechtsradikalen angegriffen. Pogromartige Ausschreitungen fanden danach in mehreren deutschen Städten statt. Es war der Bodensatz, aus dem der NSU und die ostdeutsche Naziszene von heute entstand.

Podiumsdiskussion mit Christin Jänicke (Mitherausgeberin des Buchs „30 Jahre Antifa in Ostdeutschland“), Katharina König-Preuss (MdL Thüringen, DIE LINKE) und Kristin Pietrzyk (Rechtsanwältin, Nebenklagevertreterin im Ballstädt-Prozess)

Gesprächsleitung: Madeleine Henfling (MdL Thüringen, Bündnis 90/Die Grünen)

Eine Veranstaltung der Reihe „NEULAND - Jeder halben Revolution folgt eine ganze Konterrevolution. 30 Jahre Herbst ´89“ von Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen und Kunsthaus Erfurt.

Standort

Kontakt

Bernd Löffler

Mitarbeiter Regionalbüro Erfurt, Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen

Telefon: (0361) 5504115