Veranstaltungen https://th.rosalux.de/ Hier finden Sie unsere Veranstaltungen. de Copyright 2019 Rosa Luxemburg Stiftung Fri, 26 Apr 2019 10:16:49 +0200 Fri, 26 Apr 2019 10:16:49 +0200 TYPO3 Veranstaltungen https://th.rosalux.de/fileadmin/sys/resources/images/dist/logos/logo_rss.jpg 144 109 Hier finden Sie unsere Veranstaltungen. event-j5zuw Was tun bei racial profiling? https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/J5ZUW/ Jena, 26.04.2019: Aktive Solidarität im Kontext von institutionellem Rassismus bei der Polizei // Workshop von KOP Berlin Racial Profiling beschreibt die Praxis der Polizei und privater (Un-) Sicherheitsdienste, Schwarze Menschen und Personen of Color rassistisch zu kontrollieren, herabzuwürdigen und zu kriminalisieren, ohne einen konkreten Anhaltspunkt dafür zu haben. Dabei ist Racial Profiling der Komplex eines polizeilichen Verständnisses, das Kriminalität mit rassialisierter Hautfarbe, Ethnizität, Religion und Sprache verknüpft. KOP Berlin begleitet seit 2002 Betroffene rassistischer Polizeigewalt aktiv solidarisch und antirassistisch. Wir wollen in unserer Veranstaltung über die Manifestationenvon institutionellem Rassismus in der Polizei sprechen. Wir wollen uns austauschen, welche Folgen diese Form rassistischer Gewalt für Betroffene, Familien und Unterstützer*innen hat. Wir werden gemeinsam überlegen, wie man sich verhalten kann, wenn man Zeug*in von Racial Profiling wird. Strategien aktiver Solidarität im Widerstand gegen Racial Profiling mit Euch zu überlegen, ist unser Ziel.

Zur Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung unter akj_jena@riseup.net  erforderlich.

Im Rahmen der Vortragsreihe „Polizei * Gewalt * Rassismus“ der Hochschulgruppe Arbeitskreis kritischer Jurist*innen Jena in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung

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event-jglos «We have built cities for you» https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/JGLOS/ Weimar, 26.04.2019: Widersprüche des jugoslawischen Sozialismus Der Sammelband «We have built cities for you» ist aus der Zusammenarbeit einer Gruppe von Künstler*innen und Wissenschaftler*innen aus allen Republiken des ehemaligen Jugoslawiens entstanden und versucht, die Komplexität und Widersprüche des sozialistischen Jugoslawiens in seiner finalen Phase zu reflektieren. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht das Thema Arbeit. Die 1980er waren in Jugoslawien von massiven Streiks und Reformen im Bereich der Arbeit geprägt. Im Vortrag sollen aber auch Parallelen zwischen dem Jugoslawien der 80er-Jahre und aktuellen Entwicklungen in der Europäischen Union angesprochen werden. Damals wie heute haben wirtschaftliche Krisen zum Erstarken nationalistischer Kräfte geführt.

Mag.a Lidija Krienzer-Radojević ist Kulturanthropologin. Sie hat am Institut für Zeitgenössische Kunst der TU Graz gelehrt und war bis 2014 Mitarbeiterin der Universität Ljubljana. Sie ist Geschäftsführerin der IG Kultur Steiermark. Ihr Forschungsinteresse bezieht sich auf die soziale Integration der kapitalistischen Verhältnisse in das gesellschaftliche Leben.

Gemeinsam mit dem Bildungskollektiv Biko e.V. und der ACC Galerie Weimar

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event-pr6hn Lesung und Gespräch mit Rosa Yasin Hassan Schriftstellerin, Friedensaktivistin aus Syrien https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/PR6HN/ Eisenach, 27.04.2019: Rosa Yassin Hassan wurde in Damaskus in Syrien geboren und lebt seit 2012 mit ihrem Sohn in Deutschland. Sie arbeitete als Architektin und widmet sich seit 2007 ausschließlich dem Schreiben. Sie... Rosa Yassin Hassan wurde in Damaskus in Syrien geboren und lebt seit 2012 mit ihrem Sohn in Deutschland. Sie arbeitete als Architektin und widmet sich seit 2007 ausschließlich dem Schreiben. Sie veröffentlichte zahlreiche Romane, zuletzt "Die vom Zauber berührten" (2016). "Wächter der Lüfte" wurde 2011 ins Deutsche übersetzt. Sie hat 2006 die syrische Vereinigung "Frauen für Demokratie" begründet.

Gemeinsam mit dem WKB Kati Engel, dem RLC Eisenach und dem Kunstverein Eisenach

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event-fc3z1 Gedenk- und Erinnerungsort Prager-Haus Apolda https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/FC3Z1/ Jena, 30.04.2019: Exkursion und Lesung Das Prager-Haus in der Bernhard-Prager-Gasse Nr. 8 in 99510 Apolda ist das ehemalige Geschäftshaus der jüdischen Fellhändler-Familie von Salomon Prager und seinen Angehörigen. Darauf weist die Inschrift im Spiegel der Hausfassade hin: „Felle - S. Prager - Därme“. Dieses Haus ließ Salomon Prager errichten, um dort Felle aufzukaufen sowie Artikel des Fleischer-Bedarfs zu verkaufen. Die Familie selbst bewohnte eine Mietwohnung in einem anderen Haus.

Das Prager-Haus Apolda hält das Andenken an jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart wach und leistet einen Beitrag im Kampf gegen den latenten Antisemitismus in unserer Gesellschaft.

Bei dem Besuch des Prager-Hauses Apolda wird die neueste Publikation im Rahmen der Reihe "Apoldaer Judengeschichten" mit dem Titel "Das Judenhaus" vorgestellt.

Die Exkursion erfolgt in Kooperation mit der Begegnungsgruppe Judentum im jüdischen Gemeindezentrum Jena. Die Reise erfolgt mit einem Busunternehmen.

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event-d53qy «Im inneren Kreis» https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/D53QY/ Jena, 02.05.2019: 2017, 86 Min., FSK 12 Ist die Polizei außer Rand und Band oder sind verdeckte Ermittlungen ein notwendiges Übel?
Diese Frage stellten sich viele Menschen nachdem allein in Hamburgs linker Szene drei Verdeckte Ermittlerinnen in eineinhalb Jahren mit großem Knall aufgeflogen sind. Zeit, sich einige Grundsatzfragen zum Verhältnis von Freiheit und Sicherheit ganz konkret zu stellen und das Spannungsfeld staatlicher Interessen und individueller Bürgerrechte genauer zu beleuchten. Edward Snowdens Enthüllungen über die NSA haben uns dafür sensibilisiert.

Wenn dann aber, wie im Fall der Iris P., Verdeckte Ermittlerinnen alle Register ziehen und sogar Liebesbeziehungen zu Ausgeforschten eingehen, nimmt das Drama vor hochpolitischem Hintergrund seinen Lauf. Abstrakt scheinende politische und ethische Grundsatzfragen zum Verhältnis von Freiheit und Sicherheit werden ganz konkret und nah am Menschen gestellt.

Darf der Staat in die Privat- und Intimsphäre von Menschen eindringen?
Wie frei ist man, wenn es keinen Raum für Vertrauliches gibt?
Wann ist Demokratie durch Überwachung gefährdet?

Die Undercover-Einsätze der Iris P. in Hamburg und des Simon B. in Heidelberg sind voller unglaublicher Wendungen und vereinigen grundsätzliche ethische und politische Themen und Fragen in sich. Und darüber hinaus hat er so viele spannende psychologische und soziale Facetten, fordert zum Perspektivwechsel heraus – hier Staat, da linke Aktivisten aus Hamburg und Heidelberg. Hier die Freiheit der Persönlichkeit, das Recht, andere Lebensformen zu wählen und da die postulierten Sicherheitsinteressen des Staates.

IM INNEREN KREIS zeigt, wie sich verdeckte Ermittlungen auf Menschen auswirken und fragt nach dem Preis von Überwachung für die gesamte Gesellschaft. Anknüpfend daran werden wir zusammen mit pol. Aktiven aus Göttingen die Erlebnisse und Auswirkung infolge des V-Mann Einsatzes um Gerrit Greimann durch den Verfassungsschutz erörtern.

Im Rahmen der Vortragsreihe „Polizei * Gewalt * Rassismus“ der Hochschulgruppe Arbeitskreis kritischer Jurist*innen Jena in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung

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event-jg1vq Recht auf Stadt https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/JG1VQ/ Jena, 04.05.2019: Stadtrundgang Mit Elodie Vittu

Jena gilt als das „München des Ostens“. Wirtschaftsstandort, Boomtown, studentische Schwarmstadt und beliebter Zuzugsort. Das Image der City glänzt. Doch schauen wir in den Schatten der „Lichtstadt“, bröckelt der Putz: Wohnungsnot und explodierende Mieten sind die bittere Realität der unternehmerischen Stadtpolitik, die sich den Imperativen von Wachstum und Profit verschreibt. Die Frage „Wem gehört die Stadt?“ drängt sich auf. In einem kritischen Rundgang durch die Innenstadt wollen wir sie gemeinsam beantworten. Uns allen!

Gemeinsam mit „Recht auf Stadt Jena“

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event-8yglj Deutsche Kommunisten zwischen USA-Exil und DDR https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/8YGLJ/ Jena, 06.05.2019: Mario Keßlers Buch „Westemigranten. Deutsche Kommunisten zwischen USA-Exil und DDR“ (2019) geht den Spuren von Männern und Frauen im USA-Exil nach, die nach dem Ende des Nazi-Regimes in die SBZ und... Mario Keßlers Buch „Westemigranten. Deutsche Kommunisten zwischen USA-Exil und DDR“ (2019) geht den Spuren von Männern und Frauen im USA-Exil nach, die nach dem Ende des Nazi-Regimes in die SBZ und DDR zurückkehrten. Es schildert ihre Exilerfahrungen in der kapitalistischen Gesellschaft der USA wie auch ihre Lebensumstände im Osten Deutschlands nach 1945. Von Interesse sind nicht nur die eingetragenen KPD-Mitglieder, sondern auch „Kommunisten ohne Parteibuch“ wie Bertolt Brecht, Hanns Eisler, Ernst Bloch oder Stefan Heym.

Professor Dr. Mario Keßler lehrt und forscht am „Zentrum für Zeithistorische Forschung“ in Potsdam.

Veranstaltungsreihe „Jenaer Montagstreff“

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event-jh5i3 Politik und Humanitäre Intervention https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/JH5I3/ Erfurt, 08.05.2019: Mit Dr. Des. Filipe Dos Reis Ruanda, Srebrenica, Kosovo, Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, Venezuela. Sowohl die Durchführung wie auch das Ausbleiben humanitärer Interventionen haben  in den... Mit Dr. Des. Filipe Dos Reis

Ruanda, Srebrenica, Kosovo, Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, Venezuela. Sowohl die Durchführung wie auch das Ausbleiben humanitärer Interventionen haben  in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder zu erhitzten Debatten geführt. Während für die einen ein derartiges Eingreifen als letzte Möglichkeit gesehen wird, Genozid, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ethnische Säuberungen zu stoppen, gelten sie anderen als Ausdruck imperialistischer Machtpolitik.

Dieser Vortrag will unterschiedliche Positionen im Interventionsdiskurs rekonstruieren und rechtliche, moralische und politische Dimensionen näher beleuchten. Abschließend sollen insbesondere Spannungen, Paradoxien und Dilemmata humanitärer Interventionen thematisiert werden.

Reihe „Wissenschaft & Politik. Erfurter Diskurs am Mittwoch“

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event-6c1y8 Nichtthematisierung rassistischer Gewalt vor Gericht https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/6C1Y8/ Jena, 09.05.2019: Vortrag von RA‘in Dr. Kati Lang Ankündigungstext folgt

 

Im Rahmen der Vortragsreihe „Polizei * Gewalt * Rassismus“ der Hochschulgruppe Arbeitskreis kritischer Jurist*innen Jena in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung

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event-smsdn Jugoslawien https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/SMSDN/ Weimar, 09.05.2019: das Ende des deutschen Pazifismus In der Linken wurde der Zerfall Jugoslawiens als Manipulation von außen interpretiert: Die ethnischen Gruppen seien von einem wiedervereinten Nazideutschland gezielt in den Bürgerkrieg gehetzt worden, um den letzten sozialistischen Staat in Europa zu zerschlagen. Unter dem Einfluss von Journalisten wie Jürgen Elsässer, Peter Handkte, Herman L. Gremliza, Georg Fülberth und dem internationalen „Künstlerappell“ wurde primär Slobodan Milošević als Opfer westlicher Verschwörung gezeichnet und rationale Erwägungen der NATO und Russlands zur Intervention im zerfallenen Jugoslawien in Abrede gestellt.

Diese linke Perspektive auf ein Jugoslawien als utopischen, sozialistischen Antagonisten des Westens war bereit, die kritischen Stimmen, die Krisen in der jugoslawischen Gesellschaft und Titos Misswirtschaft zu ignorieren. Die NATO gegen den Sozialismus und Deutschland gegen Serbien – diese Lesart bot sowohl linkspazifistischen und sowjettreuen Linken als auch der antideutschen Linken einen Mythos an, der mit der Realität der Jugoslawienkriege und dem internationalen Kontext wenig zu tun hatte.

Die 1990er waren geprägt von scheiternden oder zu kurz geratenen Interventionen: der mit Saddam Husseins Machterhalt endende zweite Golfkrieg, der Somalia-Schock, der Genozid in Rwanda, das Massaker von Srebrenica. Rufe nach der „responsibility to protect“ stellten auch Deutschland in die Pflicht an der Verhinderung von genozidaler Gewalt mitzuwirken. Der Bruch mit dem Pazifismus konnte unter den Begleitumständen nur defizitär stattfinden, war aber aus linker, interventionistischer Perspektive ein Fortschritt, der mit dem späteren, populistischen Backlash zur „Friedensmacht Deutschland“ widerrufen wurde und in der christkonservativen Ära mit einem ostentativen Nichtinterventionismus in Syrien und einer gleichzeitigen Abschottung Europas bis tief in den afrikanischen Kontinent hinein ein deprimierendes Ende fand. Gerade deshalb bleibt von Bedeutung, vergangene Interventionen zu untersuchen und in Kontrast zum aktuellen Isolationismus zu setzen.

Felix Riedel ist kritischer Ethnologe und Autor zahlreicher Debattenbeiträge. (www.felixriedel.net)

Gemeinsam mit dem Bildungskollektiv Biko e.V. und der ACC Galerie Weimar

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event-gcbgt POSTWACHSTUMSSTADT https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/GCBGT/ Weimar, 10.05.2019: Perspektiven des sozial-ökologischen Wandels der Stadtgesellschaft Ein ›Weiter so‹ gibt es nicht. Ökologische, soziale und kulturelle Krisen machen deutlich, dass Städte, geformt von kapitalistischer Expansion und imperialer Lebensweise, zunehmend an Grenzen stoßen. Gleichzeitig werden die Rufe nach einer großen Transformation lauter. In diesem Kontext wollen wir mit der Konferenz aktivistische und akademische Perspektiven auf die bereits stattfindenden und gesellschaftlich nötig werdenden Transformationen urbaner Räume und Gesellschaften einnehmen.

In der Debatte rund um Wachstumskritik, Postwachstum und Degrowth kommen Stadtforschung und -planung besondere, bisher jedoch wenig diskutierte Rollen zu. Der sozial-ökologische Umbau der Stadt ist kein Projekt, das von smarten Technologien oder effizienter Ressourcennutzung allein umgesetzt werden kann. Stattdessen gehört zu den Grundgedanken der Konferenz, dass dieser Umbau vielmehr gesellschaftlich erprobt und politisch erstritten werden muss. Auf der Konferenz sollen daher praktische und theoretische Ansätze vorgestellt, diskutiert und in Verbindung zueinander gebracht werden. Akteur*innen des Wandels finden sich dementsprechend in der Zivilgesellschaft und sozialen Bewegungen, sind verortet in Politik, Stadt- oder Regionalplanung oder erproben die Gestaltung neuer Alltagsroutinen.  

Mit der Bauhaus-Universität findet die Konferenz an einem Ort statt, der wie kaum ein anderer für progressive Architektur, Gestaltung und Planung steht. Genau einhundert Jahre nach seiner Gründung verstehen wir das Bauhaus noch immer als Institution mit gesellschaftsgestaltendem Anspruch und politischer Verantwortung. Vielfältige Visionen der sozial-ökologisch gerechten Entfaltung städtischer Lebensräume wollen wir daher ganz bewusst an der Bauhaus-Universität im gemeinsamen Gespräch entwickeln.

Inhaltliche Diskussionsstränge

Wie können urbane Räume und Gesellschaften unter und jenseits von ökonomischen Wachstumszwängen gestaltet werden? Um den Horizont von Postwachstumspolitiken für Stadtgesellschaft(en) zu erweitern, wollen wir auf der Konferenz auch wissenschaftliche und politische Impulse aus bereits bestehenden Diskursräumen der Nachhaltigkeits-, Stadt- und Bewegungsforschung aufgreifen und verknüpfen. Die Schwerpunktsetzung bewegt sich entlang von drei zentralen inhaltlichen Strängen, die untrennbar miteinander verwoben sind und als erste Orientierung dienen sollen.

I. Bewegte Stadt: Vom Recht auf Stadt und dem Guten Leben für Alle

Der erste inhaltliche Strang behandelt das städtische Mosaik der Alternativen, also die Möglichkeitsräume, die von sozialen Bewegungen und zivilgesellschaftlichen Initiativen ausgehandelt und eröffnet werden. Hier fragen wir: Welche Rolle spielen urbane Pionier*innen, Nischenprojekte und alternativ-ökonomische Strömungen für die Transformation von Nachbarschaften, Stadtteilen oder ganzen Städten? Wie verhalten sich konkrete Projekte zu abstrakten Ideen der Suffizienz oder Subsistenz? Von Interesse sind dabei die Pfade der Transformation, Brückenschläge zwischen Bewegungen sowie Strategien der Ausweitung und Absicherung, die von Alternativen gewählt werden. Diese sind eingebettet in gesellschaftliche Konfliktfelder und Machtverhältnisse, die ebenfalls einer genauen Untersuchung bedürfen. Daraus ergibt sich die Frage: Vor welchen Herausforderungen stehen sozial-ökologische Projekte bei dem Versuch, aus der gesellschaftlichen Nische herauszutreten?

II. Eine andere Stadt ist planbar: Perspektiven auf Institutionen

Das Paradigma endlosen Wachstums ist besonders wirkmächtig, da es unter anderem auch von politischen und wirtschaftlichen Institutionen verkörpert wird. Insbesondere kommunale und städtische Institutionen wie Stadtverwaltungen oder kommunale Unternehmen sind auf verschiedene Weise Bestandteil von Wachstumslogiken, etwa über Standortwettbewerbe. Daher liegt hier der Fokus auf Fragen nach Handlungsspielräumen von kommunalen Akteur*innen: Wie äußern sich die Zwänge, unter denen Stadtplanung und -verwaltung agieren? Wie versuchen die Akteur*innen damit umzugehen und ihre Handlungsspielräume zu vergrößern? Welche Veränderungen von Rahmenbedingungen braucht es, um diese Zwänge abzubauen?  Demgegenüber nehmen stadtpolitische Akteur*innen teilweise aktive Rollen für städtische Transformationsprozesse ein, geraten in Bewegung oder nehmen als Resonanzraum Impulse aus der organisierten Zivilgesellschaft auf. Wie wird dabei eine Wachstumswende unterstützt? Für die Organisation von Urban Commons, gemeinwohlorientierter Immobiliennutzung oder Netzwerken bilden sich gleichzeitig neue Institutionen aus alternativen sozialen Praktiken heraus. Worin besteht das Neuartige  dieser Organisationsformen und inwiefern institutionalisieren sie sich? Welche Kooperationen, Konfliktlinien und Forderungen an andere Rahmenbedingungen ergeben sich daraus?

III. Alternative Alltagspraxen und neue Erzählungen

Schrumpfung ist ein omnipräsenter Alptraum unserer Gesellschaft. In unserem Alltag hat sich daher eine Vorstellung unendlichen Wachstums tief verinnerlicht, die als mentale Infrastrukturen unsere Wünsche und Anforderungen an Städte beeinflussen. Inwiefern haben unsere Konzepte von Wohlstand oder (Stadt-)Entwicklung zerstörerische Auswirkungen auf das globale Ökosystem und Gesellschaft? Um Postwachstumsansätze lokal in die Tat umzusetzen, werden andere Erzählungen dessen, was zu einer guten Stadt oder einem guten Leben wichtig ist, benötigt. Gleichzeitig können diese Erzählungen auch nur entstehen und tief verinnerlicht werden, indem sie Realität und erfahrbar werden. Wenn der Wandel verkörpert wird, kann er als Lebensweise präfigurativ werden, also die Zukunft vorwegnehmen. Welche alternativen kulturellen Leitbilder werden durch bestehende Alternativen gestärkt und welche gilt es zu beleben, um diesen Wandel in unseren Köpfen zu erleichtern? Wie können städtische Orte zur Transformation der alltäglichen imperialen Lebensweise beitragen?

Anmeldung: https://www.uni-weimar.de/de/architektur-und-urbanistik/professuren/stadtforschung/projekte/aktuelle-projekte/postwachstumsstadt-konferenz/anmeldung/

Programm: https://www.uni-weimar.de/de/architektur-und-urbanistik/professuren/stadtforschung/projekte/aktuelle-projekte/postwachstumsstadt-konferenz/programm/

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event-akvp8 Wege zu Demokratie und Gerechtigkeit - Soziale Bewegungen in Peru https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/AKVP8/ Erfurt, 14.05.2019: Referent: Rómulo Torres Seaone / Peru Rómulo Torres Seaone ist seit vielen Jahren bei verschiedenen Nichtregierungsorganisationen tätig. Er ist Direktor des Forum Solidaridad Perú, und dort... Referent: Rómulo Torres Seaone / Peru

Rómulo Torres Seaone ist seit vielen Jahren bei verschiedenen Nichtregierungsorganisationen tätig. Er ist Direktor des Forum Solidaridad Perú, und dort verantwortlich für die Begleitung des Fospa (Panamazonisches Sozialforum). Gleichzeitig ist er Mitarbeiter des Netzwerkes LATIN-DADD (Lateinamerikanisches Netzwerk Schulden – Entwicklung – Rechte). Er arbeitet in verschiedenen nationalen und internationalen Netzwerken mit und hat bereits viele Workshops, Foren und Runde Tische auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene zu den oben genannten Themen organisiert.

In der Veranstaltung berichtet er über die aktuelle Situation in Peru und informiert über die Konflikte im Zusammenhang von Bergbauprojekten. Einschließlich des dabei entstehenden Wider-stands von sozialen und indigenen Bewegungen. Schließlich rückt er die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen in den Mittelpunkt seiner Darstellungen.

Gemeinsam mit der Informationsstelle Peru e.V., Brot für die Welt, WKB RedRoXX und dem Katholischen Fonds Kooperation Eine Welt

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event-riz32 Die Schule der Zukunft https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/RIZ32/ Gera, 14.05.2019: Bildungsgerechtigkeit, Lehrkräftemangel, Modernisierung maroder Schulen, Digitalisierung: Was sind die Herausforderungen in der Bildungsrepublik Deutschland, in Thüringen und in den Kom-munen? Der... Bildungsgerechtigkeit, Lehrkräftemangel, Modernisierung maroder Schulen, Digitalisierung: Was sind die Herausforderungen in der Bildungsrepublik Deutschland, in Thüringen und in den Kom-munen?

Der Experte und Landtagsabgeordnete Torsten Wolf (DIE LINKE.) gibt Antworten.

Veranstaltungsreihe „Geraer Gespräch"

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event-tak66 «Ein Cappuccino für die Armen - Kritik der Spenden- und Ehrenamtsökonomie» https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/TAK66/ Suhl, 15.05.2019: Lesung mit Claudia Pinl (Köln, Autorin) In den vom Sozialabbau geschaffenen Nischen breiten sich eine Spendenindustrie und Freiwilligen-Arbeit aus. So können große Vermögen unangetastet bleiben und... Lesung mit Claudia Pinl (Köln, Autorin)

In den vom Sozialabbau geschaffenen Nischen breiten sich eine Spendenindustrie und Freiwilligen-Arbeit aus. So können große Vermögen unangetastet bleiben und die Schuldenbremse erhalten werden. Claudia Pinl wendet sich gegen die Rückkehr zum mittelalterlichen Mildtätigkeitswesen und plädiert für den Sozialstaat als Garant gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Gemeinsam mit dem Suhler Gesprächsforum „Alternativ“

 

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event-wtv2c Ungehorsam For Future? https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/WTV2C/ Nordhausen, 15.05.2019: Wie die #GenerationKlima (vielleicht) die Welt retten wird Mit Dr. Tadzio Müller (Referent Klimagerechtigkeit und Energiedemokratie, RLS)

“Wir sind hier, wir sind laut, weil Ihr uns die Zukunft klaut!” Soweit der vermutlich bekannteste Slogan der neuen #FridaysForFuture-Schulstreikbewegung. Darin steckt so manches, was linke Überzeugungen infrage stellt: zum Beispiel, wer, wenn überhaupt jemand, ist eigentlich der treibende Akteur einer ‘sozial-ökologischen Transformation’ hierzulande - die Klasse? Oder die neue Generation? Und wie kann wirklicher Klimaschutz auch von Linken erkämpft werden, wenn doch gerade die Angst umgeht, dass mit Ökopolitik die rechten Ränder gestärkt werden? Und ganz zuletzt: wie schaffen wir es, dass der Kampf für Klimagerechtigkeit genug Spaß macht, dass er massenfähig wird?

Gemeinsam mit dem Netzwerk zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund (NIMM) Nordhausen.

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event-8uo3j Lesung, Politik und Comedy mit Jan Off https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/8UO3J/ Eisenach, 16.05.2019: Das Fachpublikum und andere Strauchdiebe sind sich sicher: Der Schriftsteller Jan Off ist der Quentin Tarantino zeitgenössischer Pulp-Literatur. Die Storylines seiner preisgekrönten Kurzgeschichten... Das Fachpublikum und andere Strauchdiebe sind sich sicher: Der Schriftsteller Jan Off ist der Quentin Tarantino zeitgenössischer Pulp-Literatur. Die Storylines seiner preisgekrönten Kurzgeschichten und Romane, die Genre-Großmeister wie Charles Bukowski, Jörg Fauser oder Norman Mailer zu Epigonen degradieren (Angabe ohne Gewähr), sind dabei ähnlich bunt wie die traditionell farbbeutelverzierte Fassade des SPD-Parteibüros in St. Pauli. Wortgewaltig und mit erzählerischer Finesse erweckt Jan Off Charaktere abseitiger Milieus zum Leben, deren Meldeadresse die Gosse ist: In seinen Geschichten stehen Trinkhallenphilosophen, psychotische Punks, straßenschlachterprobte Jungautonome und klebstoffschnüffelnde Kleinkriminelle ähnlich selbstverständlich im Mittelpunkt wie der Zahnarztsohn aus Blankenese beim Kreisschubsen auf Billstedter Schulhöfen.

Lebte Jan Off in der Vergangenheit bereits in sämtlichen deutschen Metropolen, die im Diercke-Atlas verzeichnet sind (Braunschweig, Darmstadt), ist er seit einigen Jahren in Hamburg ansässig. In jener verkommenen Stadt also, in der es zum innenpolitischen Brauchtum gehört, Junkies, Obdachlose und gegenkulturelle Störfaktoren regelmäßig aus dem städtischen Kerngebiet zu verdrängen – und auch darüber hinaus jeden noch so mikroskopischen Rest an Urbanität durch Glasbauten, Flagshipstores und provinzielle Großereignisse wie Harley Days und Schlagermove der Lächerlichkeit preiszugeben. Welche bessere Kulisse kann es also für Jan Offs schriftstellerisches Schaffen geben, in dem gescheiterte Existenzen, die in der verwalteten Welt keinen Platz haben, tagtäglich, ob sie es wollen oder nicht, gegen die zu Anpassung und Funktionalität erziehenden gesellschaftlichen Verhältnissen anrennen?

Die Welt mag den Zombies, Spießern und Idioten gehören: Solange Jan Off in seinem Werk die Ausgespuckten, Ausgeschlossenen und Außenseiter dieser Gesellschaft zum Subjekt macht, bleibt die Hoffnung auf eine andere Welt jenseits der organisierten Traurigkeit des Kapitalismus lebendig, und sei es nur mit Pflegestufe 13.

Gemeinsam mit dem RLS Eisenach und dem RosaLuxx

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event-ngj24 Ungehört und Unsichtbar - Koloniale Spuren in Thüringen https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/NGJ24/ Camburg, 16.05.2019: Podiumsdiskussion Zwischen 1884 und 1918 zählte das Deutsche Reich zu den großen europäischen Kolonialmäch-ten. Es besaß seine größten Kolonien auf dem afrikanischen Kontinent, sowie das nordöstliche Neu Guinea und kleinere Besitztümer im Pazifik und in Ostasien. Den Menschen in den ehemali-gen Kolonien ist der Kolonialismus noch heute allgegenwärtig. Die Folgen reichen von noch bestehenden Staatsgrenzen bis zur Nationalsprache. Das koloniale Erbe zieht sich in Deutschland bis heute durch gesellschaftliche Strukturen und Institutionen und äußert sich in Vorstellungen und Umgangsweisen. Erst allmählich findet auch hierzulande eine öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema statt und weckt das allgemeine Interesse für postkoloniale Fragestellungen.

Im Rahmen der Reihe zu Globalisierung von der RLS Thüringen und dem „Eine Welt Netzwerk Thüringen"

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event-wn2h1 «Berlin um die Ecke» https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/WN2H1/ Kromsdorf, 16.05.2019: DEFA-Film, 1965, Regie: Gerhard Klein Berlin, Mitte der sechziger Jahre. Die Freunde Olaf und Horst sind Mitglieder einer Jugendbrigade eines großen Metallbetriebes. Im Streben nach Produktionsverbesserungen kommt es zu Auseinandersetzungen. Die Maschinen sind veraltet, und es fehlt selbst an Kleinigkeiten.

Als sie gegen die Missstände dort aufbegehren, erfahren sie nur wenig Unterstützung…

Gemeinsam mit der Maria Pawlowna Gesellschaft e.V.

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event-e72qg Überwachung - Ausbeutung - Monopolisierung https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/E72QG/ Erfurt, 23.05.2019: Was amazon mit uns allen macht Mit Johannes Bröckers: Autor des Buches "Schnauze, Alexa!",  Elke Zuch, Buchhändlerin aus Erfurt,  Ronny Streich/ Thomas Voss, ver.di

Bei Amazon einzukaufen ist einfach und bequem: Auf Knopfdruck werden uns unsere Wünsche aus der Warenwelt nachhause geschickt, weiterer Angebote wie ein eigener Streamingdienst kommen hinzu. Doch hinter der Kulisse des weltweit größten Onlinehändlers verbergen sich viele Schattenseiten: Datensammelwut, schlechte Arbeitsbedingungen, Umweltverschmutzung, Wegwerfmentalität, Verdrängung des stationären Einzelhandels, ...

Über die Folgen von Amazon für die Beschäftigen, den Fachhandel und die gesamte Gesellschaft wollen wir gemeinsam mit allen Interessierten diskutieren. Wir wollen uns auch darüber austauschen, welche Alternativen es gibt.

Gemeinsam mit dem DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.

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event-aiq6j «There is no justice, there is just us!» https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/AIQ6J/ Jena, 24.05.2019: Ansätze zu einer postkolonial-feministischen Kritik Mit Vanessa Thompson (Goethe-Universität, Frankfurt)

Intensiviertes Polizieren, die Expansion der Strafgesellschaft und Massenkriminalisierung stellen einige der offenkundigsten Artikulationen im neoliberalen racial capitalism dar. Die zunehmende Regulation und Illegalisierung von Migration, der ubiquitäre war on terror und die Bestrafung von Armut setzen dabei besonders mehrfachmarginalisierte und postkoloniale Subjekte verschränkten Modalitäten von Staatsgewalt aus. Der Beitrag widmet sich Debatten um racial profiling und rassistisches Polizieren in europäischen Kontexten und diskutiert insbesondere die Kolonialität gegenwärtiger Polizeiregime in Deutschland, Frankreich und der Schweiz aus postkolonial-feministischer Perspektive. Es werden zudem Interventionsmöglichkeiten gegen rassistisches intersektionales Polizieren sowie transformative Alternativen diskutiert.n aus Göttingen die Erlebnisse und Auswirkung infolge des V-Mann Einsatzes um Gerrit Greimann durch den Verfassungsschutz

Im Rahmen der Vortragsreihe „Polizei * Gewalt * Rassismus“ der Hochschulgruppe Arbeitskreis kritischer Jurist*innen Jena in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung

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