Veranstaltungen https://th.rosalux.de/ Hier finden Sie unsere Veranstaltungen. de Copyright 2021 Rosa Luxemburg Stiftung Sat, 08 May 2021 00:42:19 +0200 Sat, 08 May 2021 00:42:19 +0200 TYPO3 Veranstaltungen https://th.rosalux.de/fileadmin/sys/resources/images/dist/logos/logo_rss.jpg 144 109 Hier finden Sie unsere Veranstaltungen. event-wd8vp Märzkämpfe 1921 - wird verschoben! https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/WD8VP?cHash=8269406654e683d4f574ca30c425f471 , 08.05.2021: Fahrradtour von Halle in Richtung Leuna mit Bernd Langer (Berlin) und Lukas Holfeld (Halle) Auf den Spuren der mitteldeutschen Märzkämpfe 1921
Fahrradtour von Halle in Richtung Leuna

mit Bernd Langer (Berlin) und Lukas Holfeld (Halle)

REIHE: Die Mitteldeutschen Märzkämpfe 1921

Voranmeldung erforderlich unter: maerzkaempfe@rosaluxsa.de
Genauer Treffpunkt und Ablauf werden dann zugesandt.
Eine Veranstaltungsreihe der RLS Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen

Die mitteldeutschen Märzkämpfe von 1921 zeugen davon, dass einerseits Kommunist*innen und Linkskommunist*innen in der mitteldeutschen Region stark vertreten waren, andererseits davon, dass hier Arbeiter*innen dazu bereit waren, Konflikte in Form von Streiks und zum Teil bewaffnet auszutragen. Diese Kämpfe und insbesondere die Auseinandersetzungen um das Leuna-Werk bei Halle haben kaum sichtbare Spuren hinterlassen. Doch es gibt einige Gedenksteine für die Gefallenen von 1921, die jedoch oft versteckt und vergessen sind. Wir wollen euch auf eine Fahrradtour einladen, auf der wir einerseits Gedenkorte aufsuchen, in der wir andererseits in die Geschichte der Märzkämpfe von 1921 einführen wollen.


 

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event-cle76 Eine kurze Menschheitsgeschichte vom Neolithikum zum Anthropozän https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/CLE76?cHash=7ad00396330c0d9fe1c3a9232ec2a121 online, 10.05.2021: voraussichtlich in den Juni/Juli verschoben! Bio- und Nanotechnologie, Künstliche Intelligenz, die Zerstörung der Umwelt (nicht zuletzt durch den menschengemachten Klimawandel): zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte der Menschheit fanden wohl so viele tiefgreifende Veränderungen statt wie heute. Der technische Fortschritt im Kapitalismus trägt ebenso dazu bei wie die ihn begleitenden Krisenprozesse.

Mit der Veranstaltungsreihe »Zukunft Menschheit?« will das Bildungskollektiv Biko den ganz großen Bogen schlagen: vom Neolithikum bis ins heutige Anthropozän und darüber hinaus. In fünf Veranstaltungen werde wir Blicke auf die Geschichte der Menschheit, aktuelle technologische Entwicklungen und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen werfen, ohne dabei den Anspruch auf Vollständigkeit oder völlige Durchdringung der Themen zu erheben. Die Reihe ist eine Einladung zur Diskussion - in Zeiten der Pandemie und der multiplen Krise des Kapitalismus. Es geht dem Bildungskollektiv nicht um eine dystopische Erzählung, sondern um einen Beitrag zu einer gesellschaftlichen Debatte über eine Zukunft von Emanzipation, Befreiung und Überleben.

Die zweite Veranstaltung stellt das Geschehen in einen sozialhistorischen Rahmen: Wann und unter welchen Umständen begann der Aufstieg der Menschheit zur weltbeherrschenden Spezies und welche Konsequenzen hatte dies langfristig gesehen? Führt der Fortgang der Geschichte in die Katastrophe, ins Nichts oder sind wir als Menschheit in der Lage und bereit, den Gang der Geschichte zu verändern? Bernd Löffler diskutiert diese Frage als Teil einer großen Menschheitsgeschichte vom Neolithikum zum Anthropozän.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe »Zukunft Menschheit«, die das Bildungskollektiv Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen und der Offenen Arbeit Erfurt durchführt.

Die Online-Veranstaltung findet via "Big Blue Button" statt.

Link: http://zukunftmenschheit.arranca.de/

 

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event-3xh5s Wally oder Skynet? Die Zukunft der Künstlichen Intelligenz https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/3XH5S?cHash=073256b67466cc8fe98141f5381bc872 online, 11.05.2021: voraussichtlich in den Juni/Juli verschoben! Eine weitere Technologie, die alle Menschheitsprobleme lösen soll, ist Künstliche Intelligenz - so zumindest das Mantra von Forscher*innen, Politik und Wirtschaft. Wirklich? Gibt es da nicht noch einige politische Fragen vorher zu diskutieren? Zum Beispiel: was kann, was darf Künstliche Intelligenz? Wem soll sie dienen - dem kapitalistischen Akkumulationszwang oder einer freien Gesellschaft? Wer entscheidet darüber? Welche konkreten Vorstellungen und Vorschläge gibt es jetzt? Und was ist in der Zukunft noch zu erwarten? Über diese und weitere Fragen spricht bei der folgenden Veranstaltung das Çapulcu-Kollektiv.

Die Reihe wird vom Bildungskollektiv Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen und der Offenen Arbeit Erfurt durchführt.

Die Online-Veranstaltung findet via "Big Blue Button" statt.

Link: http://zukunftmenschheit.arranca.de/


 

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event-dbpx1 Psychologie, Klassismus & soziale Ungerechtigkeit https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/DBPX1?cHash=1759db8bd2bdfb578934489396a858c1 online, 12.05.2021: Reihe "Fußnoten der Psychologie" Mit Philip Keeler (Freiberuflicher Referent, Trainer und Berater in der machtkritischen Bildungsarbeit)

Die Psychologie bietet nicht für alle Menschen gleichermaßen Platz. Arbeiter*innen, bildungsbenachteiligte, arme und arbeitslose Menschen kommen unter anderen Voraussetzungen mit der Psychologie in Kontakt. Zudem haben sie grundlegend andere Chancen im Prozess der Genesung und sind innerhalb des therapeutischen Raumes nicht geschützt vor Diskriminierung. Es ist an der Zeit, dass sich die Psychologie als machtvoll innerhalb gesellschaftlicher Strukturen begreift und soziale Ungerechtigkeit aufgreift und anklagt.

In einer biographischen Erzählung werden individuelle Erfahrungen im Kontext kapitalistischer und klassistischer Strukturen verortet.

Gemeinsam mit dem FSR Psychologie und dem FSR Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Zoom: https://uni-jena-de.zoom.us/j/62426244822 (Kenncode: 294041)

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event-13jxp Politik und Ästhetik - Luigi Nonos experimentellem Musiktheater https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/13JXP?cHash=88ff2ab486e2e8a08666eba7e7f90b32 Hybridveranstaltung, 13.05.2021: Veranstaltungsreihe „Kunst, Spektakel & Revolution" Vortrag von Irene Lehmann

„Die Revolution ist der Schönheit nicht entgegengesetzt“ heißt es am Anfang von Luigi Nonos zweitem großen Musiktheaterstück. Mit diesem Satz ist das Feld von Fragen nach dem Verhältnis von Politik und Ästhetik eröffnet, das ich in dem Vortrag beleuchten möchte. Luigi Nono, der zur Avantgarde der Neuen Musik seit den 1950er Jahren gehörte, zeichnet sich nicht nur durch einen unkonventionellen Umgang mit dem Verhältnis von Politik und Ästhetik aus, sondern auch durch den Entwurf eines neuen Verhältnisses von Theater und Musik, von kompositorischer Form und Aufführung.

Anhand einiger musiktheatraler Kompositionen, unter anderem Al gran sole carico d’amore, möchte ich zeigen, wie er diese Form nutzt, um das Glücken und Scheitern von Revolutionen und Aufständen im Theaterraum und die Verschiebungen im politischen Gefüge Ende der 1960er Jahre zur Reflektion zu bringen.

Nono orientierte sich in seinem Konzept von politischem Musiktheater an der italienischen Resistenza-Bewegung, an Antonio Gramsci und später an Walter Benjamins geschichtsphilosophischen Überlegungen.
Vortrag mit Musikbeispielen, Photographien und Video-Ausschnitten und anschließender Diskussion.

Irene Lehmann arbeitet zum Musiktheater und politischen Theater des 20. und 21. Jahrhunderts, Performance-Kunst und Geschlechterverhältnissen. 2019 veröffentlichte sie das Buch „Auf der Suche nach einem neuen Musiktheater. Politik und Ästhetik in Luigi Nonos musiktheatralen Arbeiten zwischen 1960 und 1975“.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Kunst, Spektakel & Revolution" und ist eine Kooperation des Bildungskollektivs mit der ACC Galerie Weimar und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen. Bitte achtet auf Ankündigungen im Netz: Die Veranstaltungsreihe ist als Mischform aus Online- und Präsenzveranstaltungen geplant. Coronabedingt kann es zu Änderungen kommen.

Weitere Infos: http://spektakel.blogsport.de

telegram-kanal: te.me/ksrweimar

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event-dwx16 Auf dem Weg zum Rätekommunismus https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/DWX16?cHash=b3b6443cf56d980ef3c2ab99fb7225ac online, 19.05.2021: Die Märzkämpfe, der Zerfall der KAPD und die Entstehung einer neuen Kritik mit Felix Klopotek (Köln)
Auf dem Weg zum Rätekommunismus
Die Märzkämpfe, der Zerfall der KAPD und die Entstehung einer neuen Kritik
mit Felix Klopotek (Köln)

REIHE: Die Mitteldeutschen Märzkämpfe 1921


Voranmeldung erforderlich unter: maerzkaempfe@rosaluxsa.dereihe
Eine Veranstaltungsreihe der RLS Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen

Die Märzkämpfe 1921 in »Mitteldeutschland« gelten als Beweis, dass es eine rätekommunistische Arbeiterbewegung gegeben hat und die sie repräsentierende Partei, die linksradikale KPD-Abspaltung KAPD, die dazugehörige Theorie und Strategie formulierte. Wäre dem so, dann wäre es mit dem Rätekommunismus nicht weit her. Denn die Märzkämpfe endeten in einem Desaster für die aufständischen Arbeiter, und die KAPD erwies sich als unfähig, diese Niederlage im Rahmen einer kohärenten Theorie zu analysieren. Und tatsächlich: Erst als Reaktion darauf und insbesondere auf den Zerfall der KAPD entstand der eigentliche Rätekommunismus – nicht als »Arbeiterbewegung«, sondern als Reflexionsform der Niederlage und also Neubestimmung proletarischer Kämpfe.
Die Entstehung dieser Reflexionsform soll anhand dieser Fragestellungen nachvollzogen werden: Wie schätzte die KAPD die März-Aktion ein? Warum verrannte sie sich in ihrem Aktionismus und was hinderte sie an der Aufarbeitung der Niederlage? Schließlich: Worin bestanden die Schlussfolgerungen, die erst Jahre später, etwa nach 1927/28, den Übergang zur kohärenten rätekommunistischen Theorie der »deutsch-holländischen Linken« ermöglichte? Unsere These ist: Diese Schlussfolgerungen waren dermaßen kühn und visionär, dass sie damals notwendig marginalisiert blieben, aber Relevanz noch für unsere Zeit beanspruchen können.

Felix Klopotek ist Autor und lebt in Köln. Im Frühjahr 2021 veröffentlicht er im Schmetterling Verlag das Buch „Rätekommunismus. Geschichte und Theorie“.

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event-r2kij Feministische Unterstützung von Sexarbeiter*innen https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/R2KIJ?cHash=1ee84e6e3899f1a802fbf668bccc0fa1 online, 26.05.2021: Perspektiven und Bedarfe Mit Ruby von Hydra e.V

In diesem Workshop wollen wir in den Austausch darüber kommen, wieso es dringend eine Fachberatungsstelle für Sexarbeiter*innen in Thüringen braucht, aus welchen Gründen eine feministische Grundhaltung in der Unterstützung von Sexarbeiter*innen wichtig ist und was diese Grundhaltung ausmacht.

Die feministische Debatte um Sexarbeit wird häufig sehr kontrovers geführt, dazu tragen oft eindimensionale bzw. vereinfachende Perspektiven bei. Daher wird Ruby in (unterschiedliche) feministische Konzepte zum Thema Sexarbeit und deren Relevanz für Sexarbeiter*innen einführen. Im Anschluss werden wir anhand verschiedener Methoden in den Austausch kommen.

Lasst uns gemeinsam unsere eigene feministische Haltung im Kontext von Sexarbeit (weiter-)entwickeln!

Der Onlineworkshop richtet sich an alle Interessierten und insbesondere an Menschen, die Sexarbeiter*innen bspw. beraterisch unterstützen und wird online über BigBlueButton stattfinden. Den Link zum Raum erhaltet ihr nach der Anmeldung an brennessel.erfurt@t-online.de bzw. per Telefon.

Gemeinsam mit dem Frauenzentrum Brennessel e.V.

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event-6en43 Beratung und Empowerment bei Rassismus und Rechtsextremismus https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/6EN43?cHash=f85203b2a86873db1024b3a43137020f online, 26.05.2021: Reihe "Fußnoten der Psychologie" Mit Eben Louw (Psychotherapeut und Co-Autor des Buches „Rassismussensible Beratung und Therapie von geflüchteten Menschen – Handlungs- und Interventionsmöglichkeiten“)

Im Vortrag geht es um Handlungsansätze im Kontext von Rassismus und Rechtsextremismus und die Entwicklung einer machtsensiblen, reflexiven Beratungshaltung. Der Fokus liegt auf Ansätzen, die auf die Stärkung und Unterstützung von Betroffenen zielen. Insbesondere werden wir uns mit Beratung von Betroffenen rassistischer Diskriminierung und Gewalt beschäftigen. Die Herausforderungen in der alltäglichen Beratung von Menschen, die von Rassismus betroffen sind, werden bei dieser Gelegenheit vorgestellt und exploriert.

Gemeinsam mit dem FSR Psychologie und dem FSR Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Zoom: https://uni-jena-de.zoom.us/j/62426244822 (Kenncode: 294041)

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event-hym9c Marx-Lektüreseminar mit Ehrenfried Galander https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/HYM9C?cHash=5e788a2d3dd6d593cc1d548843e09093 noch offen, 30.05.2021: Mit seiner Kritik der Politischen Ökonomie erhebt Marx den Anspruch, die „Naturgesetze der kapitalistischen Produktion“ enthüllt und gegenüber seinen Vorläufern originäre Eckpunkte in der Analyse... Mit seiner Kritik der Politischen Ökonomie erhebt Marx den Anspruch, die „Naturgesetze der kapitalistischen Produktion“ enthüllt und gegenüber seinen Vorläufern originäre Eckpunkte in der Analyse bürgerlicher Verhältnisse gesetzt zu haben. Wir wollen diskutieren, welche inhaltlichen und methodischen Grundsätze er formuliert und inwieweit diese uns heute in der Bewertung gesellschaftlicher Verhältnisse hilfreich sein können.

Es ist uns wichtig, dass alle, die das Thema interessiert, an unserem Seminar teilnehmen können. Wir bemühen uns deshalb darum, eine Veranstaltung zu gestalten, die nicht auf einem umfassenden Vorwissen im Bereich der Marx-Lektüre beruht, sondern lediglich die Bereitschaft voraussetzt, sich im Vorfeld des Seminars allein oder gemeinsam mit den Texten auseinanderzusetzen, die wir mit Ehrenfried Galander diskutieren wollen.

Das Seminar wird am Sonntag, den 30. Mai 2021 von 13:00 – 18:00 Uhr stattfinden. Mit Blick auf die Infektionslage werden wir versuchen, das Seminar in Präsenz stattfinden zu lassen und uns deshalb, wenn es das Wetter zulässt, unter freiem Himmel zur Diskussion zu treffen. Eine endgültige Information zum Veranstaltungsort erhaltet ihr rechtzeitig von uns.

Wir bitten euch um eine Anmeldung zum Seminar bis zum 07. Mai 2021. Bitte sendet dazu eine E-Mail an thueringen@rosalux.org, in der ihr uns zugleich für die Verpflegungsplanung mitteilen könnt, ob ihr Essenspräferenzen (vegan/vegetarisch) oder Lebensmittelunverträglichkeiten habt. Nach eurer Anmeldung erhaltet ihr von uns die Texte zur Vorbereitung des Seminars. Solltet ihr Interesse an einer gemeinsamen inhaltlichen Vordiskussion haben, wendet euch gern an kontakt@falken-erfurt.de.

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event-gnigg Widersprüche und Fallstricke in der Drogenberatung https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/GNIGG?cHash=4e70c631b446501cafe568055b6aeef7 online, 08.06.2021: Reihe "Fußnoten der Psychologie" Mit Daniel Sanin (klinischer und Gesundheitspsychologe mit langjähriger Erfahrung in der Drogenhilfe)

Auf den ersten Blick scheint alles klar zu sein: gefährliche Drogen und suchtkranke Menschen auf der einen Seite und ein helfendes bzw. bestrafendes System auf der anderen, eine perfekt Kombination.

Bei genauerer Betrachtung ergeben sich aber doch Unklarheiten und Widersprüche: Warum sind manche Substanzen illegal und andere nicht?, ab wann kann gesagt werden, dass jemand suchtkrank ist und wer bestimmt das eigentlich?, welche Rolle haben Psycholog*innen in dem Ganzen, sind sie Teil von Ermächtigung oder Unterdrückung?

Aus Sicht der Kritischen Psychologie soll ein Problemaufriss geboten werden mit viel Platz für Fragen und Diskussion.

Gemeinsam mit dem FSR Psychologie und dem FSR Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Zoom: https://uni-jena-de.zoom.us/j/62426244822 (Kenncode: 294041)

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event-mtoca Meredith Monk - Körpergedächtnis und Vokalperformance statt schriftfixierter Werkpartitur https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/MTOCA?cHash=1feb9c060d5a63028f29d377e1235e05 Weimar, 10.06.2021: Veranstaltungsreihe „Kunst, Spektakel & Revolution" Vortrag von Marie-Anne Kohl

Die multidisziplinär arbeitende Künstlerin Meredith Monk hat sich in ihrer bald 60-jährigen Karriere vor allem als Komponistin und Pionierin der vokalen Performancekunst einen Namen gemacht. Musik entsteht bei ihr in der Regel nicht auf dem Papier, sondern stets als aktive Tätigkeit in Auseinandersetzung mit der individuellen Stimme, in der Proben-Arbeit mit ihren Ensembles, und somit als primär somatische Aktivität. Ihre Kompositionen, ihre häufig multidisziplinär angelegten Musiktheater-Arbeiten, sind so weniger als fixierte Werke zu verstehen, vielmehr stehen eine gewisse Flexibilität und interpretatorische Freiheiten von vorstrukturierten musikalischen Patterns in den Proben und Aufführungen ihrer Musik im Mittelpunkt. Von zentraler Bedeutung ist dabei das so genannte Körpergedächtnis, die „in-the-bone-quality“ (Monk) ihrer Musik. Auch aufgrund dieses Unterlaufens der Idee eines schriftfixierten Werkprimaten durch ihre künstlerische Praxis wurden und werden Monks Arbeiten häufig in einem feministischen Kontext gelesen. Unter diesen Aspekten wird der Vortrag in Leben und Werk von Meredith Monk einführen.

Marie-Anne Kohl arbeitet am Forschungsinstitut für Musiktheater der Universität Bayreuth. Sie ist Autorin des Buches „Vokale Performancekunst als feministische Praxis: Meredith Monk und das künstlerische Kräftefeld in Downtown New York, 1964-1979“ (Transcript, 2015).

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Kunst, Spektakel & Revolution" und ist eine Kooperation des Bildungskollektivs mit der ACC Galerie Weimar und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen. Bitte achtet auf Ankündigungen im Netz: Coronabedingt kann es zu Änderungen kommen.

Weitere Infos: http://spektakel.blogsport.de/

telegram-kanal: te.me/ksrweimar

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event-dh4n1 Die ökologische Krise und eine andere Perspektive https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/DH4N1?cHash=886a681896ff9522ddc083ed19131546 Tann, 11.06.2021: Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Im Zusammenhang mit den sich verschärfenden ökologischen Krisen geraten bisherige Naturschutzprojekte einerseits unter Druck, auf der anderen Seite gewinnen sie aber immer mehr an Bedeutung. Während nach wie vor in Entscheidungsfragen zwischen wirtschaftlichen Entwicklungsprozessen einerseits und Naturschutz andererseits, meist die Ökonomie die Oberhand behält, wird jedoch aus der Gesellschaft heraus der Ruf nach Schutz und Ausweitung natürlicher Räume immer stärker. Wir wollen auf dieser Reise in das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ein Beispiel einer anderen Herangehensweise im Mensch-Natur-Verhältnis betrachten und diskutieren.

Der Start erfolgt am 11.06. gegen 9.30 Uhr von Erfurt aus.

Inhaltliche Gestaltung:
Freitag, 11.06., 13.30 Uhr Besuch des Informationszentrums des thüringischen Teils der Rhön in Zella; Einführung und Begrüßung durch Herrn Hinkel; Vorstellung der Idee der Biosphärenreservate; Probleme und Fortschritte bei der Umsetzung von Projekten; Diskussion über grundsätzliche Fragen des Verhältnisses von Mensch und Natur

Samstag, 12.06. Geführte Wanderung über Ibengarten, Rhönpaulusweg und Wiesenthaler Schweiz (ca. 15 km)

Sonntag, 13.06. Geführte Wanderung um den Baier (ca.10 km) und Besuch der Kirche in Dermbach, danach Rückreise.

Verbindliche Anmeldung bis 30.04. Die Anmeldung wird mit der Überweisung des Teilnahmebeitrags wirksam.

Teilnahmebeitrag: 87 € pro Person. Darin enthalten sind Übernachtungen und Frühstück im Landgasthof. Bei Absage der Teilnahme nach dem 27.05. oder Nichtteilnahme kann der Teilnahmebeitrag nicht rückerstattet werden.

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 15 begrenzt. Uns liegen bereits mehr als 15 Anmeldungen vor.

Bitte überweisen Sie den Teilnahmebeitrag auf folgendes Konto:
Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen e.V.
Kennwort: Rhön
IBAN:  DE46 8305 3030 0000 0732 10
BIC:    HELADEF1JEN

Kontakt für Anmeldung und Nachfragen: Bernd.Loeffler-LS-TH@rosalux.org

Die Bildungsreise ist ein Kooperationsprojekt mit der Offenen Arbeit Erfurt und dem Biko e.V.

Die Bildungsreise kann nur unter den rechtlichen Vorgaben zur Pandemiebekämpfung durchgeführt werden.

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event-siqx9 Hypnotherapie und Hypnose https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/SIQX9?cHash=a7f8f76f901695a4e08131c925cb37df online, 16.06.2021: Reihe "Fußnoten der Psychologie" Mit Peter Brock (Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Leiter der Regionalstelle Leipzig der Milton-Erickson-Gesellschaft für Klinische Hypnose e.V.)

Was versteht man heute unter Hypnose und Hypnotherapie? Was sind Indikationen, was Kontraindikationen? Wie können Trancephänomene und Suggestionen im medizinischen und psychotherapeutischen Kontext zielorientiert genutzt werden? Diesen und weiteren Fragen geht Peter Brock in seinem Vortrag nach.

Gemeinsam mit dem FSR Psychologie und dem FSR Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Zoom: https://uni-jena-de.zoom.us/j/62426244822 (Kenncode: 294041)

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event-zj8w6 Zwischen Pathologisierung und Emanzipation - https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/ZJ8W6?cHash=d1635ebe80967380141e0652ec5c05a9 online, 23.06.2021: Was heißt es (im deutschen Gesundheitssystem) trans* zu sein; Reihe "Fußnoten der Psychologie" Mit Felicia Rolletschke (Workshoptrainerin und Queeraktivistin)

Was bedeutet eigentlich "Transgender"? Und welche Erfahrungen machen Trans*personen im deutschen Gesundheitssystem und in der deutschen Gesellschaft ganz allgemein? Trans*aktivistin und Workshoptrainerin Felicia Rolletschke lädt in entspannter Atmosphäre dazu ein, gemeinsam über diese Themen zu sprechen und sich auszutauschen.

Gemeinsam mit dem FSR Psychologie und dem FSR Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Zoom: https://uni-jena-de.zoom.us/j/62426244822 (Kenncode: 294041)

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event-9jm73 Modernistische Rationalität und Überwältigung - Über das Werk von Iannis Xenakis https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/9JM73?cHash=33acf802ce265a0e6d4d2d41a3bde6ba Hybridveranstaltung, 24.06.2021: Veranstaltungsreihe „Kunst, Spektakel & Revolution" Vortrag von Reinhold Friedl

Der 1922 geborene griechisch-französische Komponist Iannis Xenakis ist eine der großen Figuren in der Musik des 20ten Jahrhundert – und ein offener Geiste: als ausgebildeter Bauingenieur liebte er Mathematik und Architektur: beides spiegelt sich in seiner Musik wider: mathematisch organisiert und doch im höchsten Grade emotional und intensiv. Überwältigende Klangmassen wie Glissando-felder dominieren insbesondere seine über vierzig Orchesterwerke, aber auch seine elektronische Musik: Heutzutage würde man wohl von immersiver Kunst sprechen. Xenakis erfand architektonische Formen für Le Corbusier, elektronische Klangsynthesen, multimediale Spektakel und kompositorische Techniken (das vollständige Divisi der Orchesters). Die Schallplatten seiner Musik sind heute Sammlerstücke. Vor dem Hintergrund seiner Biographie als griechischer Widerstandskämpfer und Emigrant wird anhand ausgewählter Stücke Xenakis‘ berauschende Klangwelt vorgestellt und einige seiner kompositorisch-technischen Tricks verraten. Modernistische Rationalität zur Überwältigung des Hörers!

Reinhold Friedl studierte Komposition, Klavier und Mathematik, Promotion zum elektroakustischen Werk von Iannis Xenakis an der Goldsmiths University London. Neben seiner Kompositionstätigkeit (Aufträge des französischen Staates, der BBC, der Landes Berlin, etc.) konzertiert er solistisch und mit seinem Ensemble zeitkratzer weltweit. Zahlreiche CD- und Schallplatten-Veröffentlichungen und diverse Artikel zur Musik Iannis Xenakis‘. www.reinhold-friedl.de

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Kunst, Spektakel & Revolution" und ist eine Kooperation des Bildungskollektivs mit der ACC Galerie Weimar und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen. Bitte achtet auf Ankündigungen im Netz: Die Veranstaltungsreihe ist als Mischform aus Online- und Präsenzveranstaltungen geplant. Coronabedingt kann es zu Änderungen kommen.

Weitere Infos: http://spektakel.blogsport.de

telegram-kanal: te.me/ksrweimar

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event-srn5e Rätebewegung und kommunistische Produktionsweise https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/SRN5E?cHash=b2027915e1712bcc910ddb465766892a , 25.06.2021: Die Rätetheorie im Zusammenhang moderner Vorstellungen einer demokratischen Planwirtschaft mit Jakob Koekepann (Leipzig) 25. – 27.06.2021  | Wochenend-Seminar
Rätebewegung und kommunistische Produktionsweise
Die Rätetheorie im Zusammenhang moderner Vorstellungen einer demokratischen Planwirtschaft
mit Jakob Koekepann (Leipzig)

REIHE: Die Mitteldeutschen Märzkämpfe 1921


Voranmeldung erforderlich unter: maerzkaempfe@rosaluxsa.dereihe
Eine Veranstaltungsreihe der RLS Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen

Der Wochenend-Workshop hat zwei Ausgangspunkte. Erstens die Rätebewegung und Rätetheorie in Deutschland, zweitens das moderne Denken über die kommunistische Produktionsweise als demokratischer Planwirtschaft.

I.) Die Novemberrevolution und die ihr nachfolgenden Kämpfe waren das Ambitionierteste und Weitgehenste, was die revolutionäre sozialistische Bewegung in Deutschland je hervorgebracht hat. Obwohl die Rätebewegung zunächst selbst für Nationalversammlung votiert hatte, hatte sie zugleich immer auf »Sozialisierung« gepocht. Im Gegensatz zur Ebene der territorialen Arbeiter- und Soldatenräte war die Arbeiterschaft in der Folge auch nicht bereit, ihre auf der Ebene der Betriebe errungene Macht in der gleichen Weise aufzugeben – was in ihrer blutigen Niederschlagung durch die MSPD-Führung in Zusammenarbeit mit rechtsradikalen Kräften mündete, wovon die Märzkämpfe eines von zahlreichen Beispielen sind. Obwohl das das revolutionäre Projekt in Deutschland scheiterte und keine langfristige, substanzielle Umwälzung der kapitalistischen Produktionsweise etablieren konnte, sind die kurzen praktischen Erfahrungen, und allem ihre theoretische Konzeptionierung eine wichtige Quelle für das moderne Denken über die kommunistische Produktionsweise. Hier sind die Ausarbeitungen von Richard Müller und Karl Korsch gemeint, die sich im Workshop gemeinsam angeeignet werden sollen. Ihre Konzeptionen einer demokratischen Planwirtschaft zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Verabsolutierung sowohl der zentralen Ebene der Gesamtgesellschaft, als auch der dezentralen Ebene des Betriebs zu überwinden streben, und auf ihre Vermittlung pochen.

II.) Es gibt zwei Gründe, warum diese Theorietradition mit modernen Theorien über die kommunistische Produktionsweise vereint werden können und müssen. Erstens sind die Rätetheorien in dem Punkt, der sie als spezifisch progressiv auszeichnet – der Vermittlung von dezentraler und zentraler Ebene – ausgesprochen kongruent mit den modernen Theorien. Zweitens sind die Rätetheorien defizitär, insofern die konkreten Formen der Wirtschaftsplanung in ihnen unklar bleiben. Die modernen Theorien knüpfen genau dort an, wo die Rätetheorien aufgehört haben. Die modernen Theorien über die kommunistische Produktionsweise als demokratischer Planwirtschaft sind insbesondere seit dem Fall der Sowjetunion, von marxistischen Ökonomen im englischsprachigen Raum entwickelt worden. Sie basieren auf der breitesten Reflexion sowohl der historischen Erfahrungen, als auch der ökonomischen Debatten, sind aber im deutschsprachigen Raum weitgehend unbekannt. Hier sind die Ausarbeitungen von Pat Devine und David Laibman gemeint – im Workshop sollen sich diese Überlegungen gemeinsam angeeignet werden. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Diskussion um moderne Sozialismus-Konzeptionen, die im Wesentlichen zerfällt in einen zeitgenössischen utopischen Sozialismus einerseits, der sich vor allem durch abstrakte Phrasen auszeichnet und einen Marktsozialismsus andererseits, der die substanzielle Struktur der kapitalistischen Produktionsweise als Marktwirtschaft nicht zu überwinden imstande ist, argumentieren sie für eine demokratische Planwirtschaft, die sich dadurch auszeichnet, dass sie dezentrale und zentrale Ebene miteinander vermittelt. Im zentralen Theorem des lokalen Wissens zeigt sich als ökonomische Notwendigkeit, wofür schon die Rätetheorien argumentiert haben. All dies soll im Workshop eingehend erarbeitet und diskutiert werden.

Jakob Koekepann arbeitet seit einigen Jahren zur Frage nach den konkreten Strukturen einer postkapitalistischen Produktionsweise und bereitet gerade seine Promotion zu diesem Thema vor.

Wir bitten um eine Voranmeldung per Email: maerzkaempfe@rosaluxsa.de. Genauer Ablauf und Reader werden euch dann zugeschickt.

 

 

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event-7d23t Hinaus auf die Straße, hinein in die Kämpfe - Kommunismus und Neue Musik der 1960er und 70er Jahre https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/7D23T?cHash=ad575b7d3db13fad3cb4cd9df5dc4a63 Hybridveranstaltung, 01.07.2021: Veranstaltungsreihe „Kunst, Spektakel & Revolution" Musik-Nachmittag mit Felix Klopotek

Zu Beginn der 60er Jahre hatte die Neue Musik in ihrer Auseinandersetzung mit sich selbst ein Niveau erreicht, das den Übergang zur gesellschaftlichen Frage fast zwingend nahelegte: Es gab schlicht keine Regeln des Komponierens und der Aufführung mehr, die nicht hinterfragt wurden, und je mehr die Komponistinnen und Komponisten neue Parameter festlegten, desto stärker wurde ihr ästhetisch willkürlicher – oder positiv formuliert: ihr offener Charakter deutlich. Die Regeln erwiesen sich als genuin soziale, weil ihre Legitimation durch einen Kanon überlieferter Techniken und ästhetischer Maximen zunehmend scheiterte, einfach obsolet wurde. Musikspielen konnte somit unverstellt als ein kollektiver Akt begriffen werden, die Rolle des Interpreten als abhängige Variable ließ sich nicht länger aufrechterhalten.

Als »1968« die Leute auf die Straßen gingen und gegen die überlieferten Regeln des Miteinanders aufbegehrten, gab es nicht wenige »Avantgarde-Musiker«, denen sich im Ereignis der globalen Revolte der Sinn ihrer Musik neu erschloss: Die Musik zeigte sich ihnen als Utopie (Vorwegnahme) wie Medium (Kommunikationskanal) einer befreiten Gesellschaft. Für einen historischen Moment wurde diese Avantgarde egalitär und anti-institutionell, und man konnte unbefangen über den Zusammenhang von John Cage und Arbeiterbewegung nachdenken.

Diese Bewegung ist gescheitert, aber eigentlich alles an ihr ist unabgegolten. Vielleicht gerade weil sie längst dokumentierter Teil der Musikgeschichte geworden ist (also den einst verhassten Institutionen überlassen wurde), ist sie nie systematisch von jüngeren Linken aufgearbeitet worden. Felix Klopotek wird Material zum Verständnis dieser Bewegung vorstellen.

Bitte voranmelden per Email an biko@arranca.de

Felix Klopotek ist Autor und Journalist und lebt in Köln. Er veröffentlichte u.a. das Buch „How they do it. Free Jazz, Improvisation und Niemandsmusik“ (Ventil Verlag, 2002).

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Kunst, Spektakel & Revolution" und ist eine Kooperation des Bildungskollektivs mit der ACC Galerie Weimar und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen. Bitte achtet auf Ankündigungen im Netz: Die Veranstaltungsreihe ist als Mischform aus Online- und Präsenzveranstaltungen geplant. Coronabedingt kann es zu Änderungen kommen.

Weitere Infos: http://spektakel.blogsport.de/

telegram-kanal: te.me/ksrweimar

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event-84awf Schönberg – Einführung in die klassische Musik https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/84AWF?cHash=063bbf91d03c28a69fd1225c30409d48 Hybridveranstaltung, 02.07.2021: Veranstaltungsreihe „Kunst, Spektakel & Revolution" Mit Franz Hahn

Der Prophet Schönberg hat der Nachwelt einige Rätsel hinterlassen. Vorbei ist die klassische Musik, wie wir sie kannten, die um einen Grundton kreisende Harmonik ist schal geworden. Die musikalische Erfassung und Darstellung unserer Welt, indem man Quinten und Terzen als Gerüst nimmt, wirkt nunmehr so platt wie assyrische Menschendarstellungen. Und doch tut man sich schwer, daraus geeignete Konsequenzen zu ziehen. Die damals neue Musik stiftet keinen neuen Zusammenhang. Ohne jedes neue positive System ist sie experimentell erarbeitet und durch extrem gutes Gehör und Formgefühl justiert. Es gibt zwar schließlich eine von Schönberg entwickelte Methode, mit 12 Tönen zu komponieren, aber er charakterisiert sie eher als eine private Krücke, die ihm dabei half, nicht implizite wieder in den Sog der alten tonalen Welt zu geraten, der er eben kaum entronnen war. Im Grunde bildet seine Musik den Beginn einer Epoche, die nie beginnen wollte und hinter die es kein Zurück gibt.

Vielleicht gerade weil Schönberg in seinem Schaffen einige neue, im Grunde revolutionäre Wege ging, gibt es bei ihm einen konservativen Bezug auf die Werke der alten Meister. Seinen Schülern mutete er das Studium der klassischen Harmonie und des klassischen Kontrapunkt zu. Jeder Schritt muss praktisch nachvollzogen werden, kein Gesetz durfte ohne Not gebrochen werden, die neue Musik solle durch immanente Negation der alten Musik geschrieben werden. Jeder muss von vorne anfangen, jeden Schritt selbst gehen. Seine Schriften eignen sich daher sehr gut für eine Einführung in die abendländische Musik. Neben einer Harmonielehre und einer Kontrapunktlehre hat er auch einige gut geschriebene Essais hinterlassen, die gerade interessierten Laien nützlich sind. Für solche ist das Seminar gedacht, aber es dürfen gerne auch Leute kommen, die vom Fach sind. Lektüre der Texte ist nicht Bedingung des Erscheinens.

Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist begrenzt. Bitte voranmelden per Email an biko@arranca.de

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Kunst, Spektakel & Revolution" und ist eine Kooperation des Bildungskollektivs mit der ACC Galerie Weimar und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen. Bitte achtet auf Ankündigungen im Netz: Die Veranstaltungsreihe ist als Mischform aus Online- und Präsenzveranstaltungen geplant. Coronabedingt kann es zu Änderungen kommen.

Weitere Infos: http://spektakel.blogsport.de

telegram-kanal: te.me/ksrWeimar

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event-14jy3 Psychedelische Therapie: ein neues Paradigma in der Psychologie? https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/14JY3?cHash=14851735d064ae6ec6359eed0f18027e online, 07.07.2021: Reihe: "Fußnoten der Psychologie" Mit Abigail Calder (Doktorandin der Medizinischen Neurowissenschaften)

LSD, THC, Psilocybin, Ketamin... Immer häufiger versuchen Wissenschaftler*innen und Psychotherapeut*innen die bewusstseinsverändernden Eigenschaften psychotroper Substanzen für therapeutische Zwecke einzusetzen. Abigail Calder wird uns einen Einblick geben in die Ansätze der psychedelischen Forschung und wie die dort gewonnenen Erkenntnisse die Arbeit und das Verständnis von Therapeut*innen, Ärzt*innen und Patient*innen verändern können.

Gemeinsam mit dem FSR Psychologie und dem FSR Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Zoom: https://uni-jena-de.zoom.us/j/62426244822 (Kenncode: 294041)

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event-8e19c Biotechnologie, Transhumanismus, Cyborgs und andere Monster https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/8E19C?cHash=80c12e2b8a849eb16796189fd93e3286 online, 15.07.2021: Reihe »Zukunft Menschheit?« Im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Zukunft Menschheit« spricht Cornelia Schadler spricht am 7.5. über Biotechnologie, Transhumanismus, Cyborgs und andere Monster. Es geht um gegenwärtige biotechnologische Entwicklungen und die damit verbundenen Probleme und Hoffnungen: Parallel zur Steigerung der menschlichen Arbeitskraft durch Maschinen entwickeln sich derzeit Technologien, die direkt in die organische Materialität von Menschen und Tieren eingreifen, um deren Produktions- und Reproduktionskraft zu steigern. Das erweitert den planenden Zugriff auf mögliche Formen des Mensch-Seins. Wir diskutieren am 7.5., welche sozialen Folgen das hat, welche Hoffnungen daran daran geknüpft werden und welche Probleme entstehen.

Die Reihe wird vom Bildungskollektiv Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen und der Offenen Arbeit Erfurt durchführt.

Die Online-Veranstaltung findet via "Big Blue Button" statt.

Link: http://zukunftmenschheit.arranca.de/

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