Veranstaltungen https://th.rosalux.de/ Hier finden Sie unsere Veranstaltungen. de Copyright 2019 Rosa Luxemburg Stiftung Tue, 15 Oct 2019 03:54:58 +0200 Tue, 15 Oct 2019 03:54:58 +0200 TYPO3 Veranstaltungen https://th.rosalux.de/fileadmin/sys/resources/images/dist/logos/logo_rss.jpg 144 109 Hier finden Sie unsere Veranstaltungen. event-wgslt Staatliche Informationspolitik https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/WGSLT/ Erfurt, 16.10.2019: Praktiken und Wissensbestände der Öffentlichkeitsarbeit in der frühen Bundesrepublik Mit Dr. Heiner Stahl (Universität Siegen)

Propagandawissen prägt die staatlicher Informationspolitik und Öffentlichkeitsarbeit. In den 1950er und 1960er Jahren zeigt sich daran eine Anordnung der Verflechtung, in der die Entwicklungen in beiden deutschen Teilstaaten vergleichbar und kritisierbar werden. Der Vortrag legt einen Schwerpunkt auf das Presse- und Informationsamt der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren von 1949 bis 1969 und betrachtet dessen Praktiken der Verlautbarung. Es geht darum das Untersuchungsfeld der öffentlichen Kommunikation ernsthaft für einen symmetrischen deutsch-deutschen Vergleich zu öffnen. Ein Vortrag des Historikers Dr. Heiner Stahl, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Siegen.

Eine Veranstaltung der Reihe „Politik und Wissenschaft – Erfurter Diskurs“

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event-is3gk Decolonise Stadtrundgang https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/IS3GK/ Jena, 17.10.2019: Im Rahmen der Alternativen Orientierungstage Knapp 100 Jahre ist es her, dass Deutschland die kolonisierten afrikanischen Gebiete abgeben musste. Welche kolonialen Spuren gibt es heute noch im öffentlichen Raum in Jena? Wir wollen gemeinsam und interaktiv auf Spurensuche gehen und über ihre Bedeutung für die Gegenwart sprechen.

Gemeinsam mit dem Arbeitskreis Politische Bildung beim Studierendenrat der FSU Jena

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event-tivpf Gefährdete Demokratie: Ursachen, Quellen und Gegenstrategien https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/TIVPF/ Jena, 17.10.2019: Fast überall in Europa wird die radikale Rechte stärker, rassistische und antisemitische Gewalt nehmen zu. Wir wollen mit Gästen aus Wissenschaft, Gewerkschaft und Zivilgesellschaft über diese... Fast überall in Europa wird die radikale Rechte stärker, rassistische und antisemitische Gewalt nehmen zu. Wir wollen mit Gästen aus Wissenschaft, Gewerkschaft und Zivilgesellschaft über diese Entwicklungen und die daraus entstehenden Herausforderungen sprechen. Wie kann es gelingen, Demokratie und eine offene, plurale Gesellschaft zu stärken und was können nachhaltige Strategien gegen Rassismus, Rechtspopulismus und Neofaschismus sein? Welche Aufgaben und Möglichkeiten haben wir dabei - jenseits von politischen und weltanschaulichen Unterschieden – in unseren gesellschaftlichen Funktionen – in Hochschulen und Bildung, in Verbänden und Gewerkschaften, in Politik, Medien oder Alltag?

Die Diskussion findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gesellschaftsvisionen – gemeinsam für eine offene, pluralistische, demokratische Gesellschaft“ statt - eine Initiative von acht Begabtenförderungs- und Studienwerken (Avicenna-Studienwerk, Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk, Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Hanns-Seidel-Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung, Konrad-Adenauer-Stiftung und Rosa-Luxemburg-Stiftung).

Unsere Gäste sind:
- Dr. Stefanie Graefe ist Soziologin und Privatdozentin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind u.a. politische Soziologie, Kapitalismustheorie und -kritik, Arbeit und Gesundheit sowie qualitative Sozialforschung
- Sandro Witt ist Chef des „Deutschen Gewerkschaftsbundes“ (DGB) in Thüringen und stellvertretender Vorsitzender des DGB im Bezirk Hessen/Thüringen. Er ist u.a. Vorsitzender vom Verein der „Mobilen Beratung in Thüringen für Demokratie – Gegen Rechtsextremismus“ (Mobit) und Sprecher des Bündnisses „Mitmenschlich in Thüringen“
- Dr. Matthias Quent ist Soziologe und leitet seit 2016 das „Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft“ (IdZ, Jena). Er war Sachverständiger in mehreren NSU-Untersuchungsausschüssen (Thüringen, Sachsen, Bundestag). Seine Arbeitsschwerpunkte sind u.a. politische Soziologie, Demokratieforschung, Rechtsextremismus und –terrorismus und Radikalisierungsprozesse.

 

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event-7z5if «Arbeitsplätze selbst schaffen - Instandbesetzte Betriebe in Argentinien, anderswo und hier» https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/7Z5IF/ Eisenach, 17.10.2019: Mit Daniel Kulla Als Argentiniens Wirtschaft 2001 zusammenbrach, lernten Tausende Werktätige, ihre Betriebe in Selbstverwaltung weiterzuführen. Heute gibt es mehrere Hundert solcher Betriebe in... Mit Daniel Kulla

Als Argentiniens Wirtschaft 2001 zusammenbrach, lernten Tausende Werktätige, ihre Betriebe in Selbstverwaltung weiterzuführen. Heute gibt es mehrere Hundert solcher Betriebe in Argentinien, teilweise legalisiert, jedoch ständiger Repression und Erpressung durch regionale und nationale Regierungen ausgesetzt. Autor und Musiker Daniel Kulla, der das Buch "Sin Patrón" über zehn dieser Instandbesetzungen übersetzt, aktualisiert und mit Praxisanregungen angereichert hat, wird über die Lektionen, Beispiele in anderen Ländern und Versuche hierzulande sprechen.

Gemeinsam mit dem Rosa-Luxemburg-Club Eisenach

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event-xmb7e Herbst 89 – (K)eine Revolution? https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/XMB7E/ Erfurt, 17.10.2019: In den letzten Jahren hat sich in der politischen Diskussion über die Ereignisse vom Herbst 1989/Frühjahr 1990 der Begriff der „Friedlichen Revolution“ durchgesetzt. Getragen von ehemaligen... In den letzten Jahren hat sich in der politischen Diskussion über die Ereignisse vom Herbst 1989/Frühjahr 1990 der Begriff der „Friedlichen Revolution“ durchgesetzt. Getragen von ehemaligen Aktivist*innen der DDR-Opposition, aber auch vieler Institutionen, besetzt dieser Begriff das historische Verständnis des Geschehens. War es aber tatsächlich eine Revolution oder handelt es sich um einen Mythos? Was ist eine Revolution? Welche historischen Vorbilder gibt es? Und was heißt es heute revolutionär zu handeln?

Gemeinsam mit dem Biko e.V.

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event-dcloi Kritische Männlichkeit https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/DCLOI/ Weimar, 19.10.2019: Hegemoniale Vorstellungen von Sexualität sind tief geprägt von patriarchalen und heteronormativen Geschlechterverhältnissen. Zwar lässt sich ein langsamer emanzipatorischer Kulturwandel, der vor allem... Hegemoniale Vorstellungen von Sexualität sind tief geprägt von patriarchalen und heteronormativen Geschlechterverhältnissen. Zwar lässt sich ein langsamer emanzipatorischer Kulturwandel, der vor allem auf Erfolge feministischer Kämpfe zurückzuführen ist, erkennen. Doch gravierende sexualisierte Gewalt, Sexualisierung von Frauen*körpern oder massenmediale Repräsentationen von Sexualität zeugen davon, dass in Diskurs und Alltagspraxis nach wie vor männliche Dominanz und Gewalt in großem Ausmaß präsent ist und gesellschaftlich legitimiert wird. Vor diesem Hintergrund soll in diesem Workshop zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Männlichkeitsanforderungen und Geschlechterverhältnissen im Bereich Sexualität, Partner*innenschaft und Liebesbeziehungen angeregt werden. Dabei werden Themen wie persönliche Grenzen, Konsens, Kommunikation und Sexualität im Kontext tradierter Geschlechterverhältnisse thematisiert. Ziel des Workshops ist es, ausgehend von einer selbstreflexiven und radikalen Kritik struktureller Gewaltverhältnisse, solidarische und emanzipatorische Handlungsmöglichkeiten zu erschließen und zur weiterführenden Auseinandersetzung mit der Thematik anzuregen.

Da die räumlichen Kapazitäten begrenzt sind und auch für eine bessere Planung, bitten wir um eine verbindliche Anmeldung unter: Radikaler_Regenbogen@posteo.de

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event-q35da «Ostfrauen verändern die Republik» https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/Q35DA/ Hermsdorf, 21.10.2019: Mit Tanja Brandes (Autorin) Wohin man auch hört, immer wieder erklingt das Hohelied auf die ostdeutschen Frauen: Sie sind berufsmobiler, risikobereiter und aufstiegsorientierter als die Männer. In... Mit Tanja Brandes (Autorin)

Wohin man auch hört, immer wieder erklingt das Hohelied auf die ostdeutschen Frauen: Sie sind berufsmobiler, risikobereiter und aufstiegsorientierter als die Männer. In der Tat: Ostfrauen sind häufiger berufstätig als Westfrauen, kehren nach der Geburt eines Kindes früher auf Vollzeitstellen zurück und mischen in der Politik kräftig mit. Die Ostfrauen haben dem vereinigten Deutschland ihren Stempel aufgedrückt. Aber warum? Tanja Brandes und Markus Decker arbeiten heraus, was Ostfrauen in die deutsche Einheit konkret eingebracht haben, und vermitteln überraschende neue Erkenntnisse.

Gemeinsam mit dem Freundeskreis „Hermsdorfer Gespräch“

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event-lyci2 Ware Wohnen - Eine kleine politische Ökonomie des Wohnungssektors https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/LYCI2/ Erfurt, 23.10.2019: Mit Ernst Lohoff Seit die Akkumulation des fiktiven Kapitals an den Finanzmärkten zum Hauptmotor des globalen Kapitalismus geworden ist, sind weltweit in einem Land nach dem anderen die... Mit Ernst Lohoff

Seit die Akkumulation des fiktiven Kapitals an den Finanzmärkten zum Hauptmotor des globalen Kapitalismus geworden ist, sind weltweit in einem Land nach dem anderen die Immobilienpreise durch die Decke gegangen. Jetzt hat es auch die „Mieterrepublik“ Deutschland erwischt. Inzwischen meint sogar die Bundesregierung, Wohnen sei „die neue soziale Frage“. Nicht von ungefähr wird ausgerechnet das Wohnen unbezahlbar. Der Grund dafür ist keinesfalls eine zu geringe Bautätigkeit, wie viele Ökonomen behaupten. Es liegt vielmehr daran, dass der Immobilienmarkt zugleich ein wichtiger Anlagemarkt ist und der steigende Bodenpreis zu den Hauptpfeilern der Bildung fiktiven Kapitals gehört. Damit das elementare Bedürfnis nach gutem Wohnen nicht immer mehr unter die Räder gerät, muss der Warencharakter von Grund und Boden aufgehoben werden.

Gemeinsam mit dem Biko e.V.

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event-9fgnx «Das Kind auf der Liste» https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/9FGNX/ Erfurt, 24.10.2019: die Verfolgung von Sinti und Roma im Nationalsozialismus am Beispiel der Familie Blum Mit Annette Leo (Autorin)

Vorgestellt wird die Geschichte der Familie Blum, die als Sinti-Familie im Nationalsozialismus verfolgt und zum Teil ermordet wurde. Willi Blum ist jenes Kind, welches von Buchenwald nach Auschwitz deportiert wurde, anstelle von Jerzy Zweig (sogenanntes Buchenwaldkind aus dem Buch „Nackt unter Wölfen“).

Die Buchautorin stellt ihre Recherchen und Hintergrundinformationen zur Verfolgung der Sinti und Roma in der Zeit des NS und deren Kampf um Entschädigung nach 1945 vor.

Gemeinsam mit der Offenen Arbeit Erfurt

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event-diy6j Geschmack und soziale Ungleichheit https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/DIY6J/ Erfurt, 24.10.2019: Oft wird bei alternativen, konsumkritischen und ökologischen Diskursen übersehen, dass Fragen des Konsums mit sozialer Lage zu tun haben. Ökonomische und soziale Strukturen beeinflussen den... Oft wird bei alternativen, konsumkritischen und ökologischen Diskursen übersehen, dass Fragen des Konsums mit sozialer Lage zu tun haben. Ökonomische und soziale Strukturen beeinflussen den individuellen Geschmack und beschränken die Auswahlmöglichkeiten. Wir möchten im Workshop den Blick auf ökonomische und symbolisch-kulturelle Ungleichheiten schärfen und überlegen, wie beides zusammenhängt.

Gemeinsam mit dem Biko e.V.

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event-kxc35 «Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute» https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/KXC35/ Gera, 29.10.2019: Die Einheit - eine Abrechnung In sieben Büchern hat Daniela Dahn sich mit der Einheit und den Folgen befasst, ein achtes war nicht geplant. Nun hat sie es dennoch geschrieben, denn die Zeiten sind danach: Nach dreißig Jahren Vereinigung ist die innere Spaltung zwischen Ost und West so tief wie eh und je; und es haben sich sogar neue Klüfte aufgetan, die unser Gemeinwesen erschüttern. Sie haben damit zu tun, dass die vermeintlichen Sieger der Geschichte das Erbe der beitrittsgeprüften "Brüder und Schwestern" komplett ausgeschlagen haben.

Was hat die „friedliche Revolution“ den Menschen in Ost und West also gebracht? Viele Annehmlichkeiten, sicher, so Daniela Dahn, aber revolutioniert wurde nichts. Die Geschichte des Anschlusses der DDR ist eine Geschichte von Demütigungen, einer tätigen Verachtung ihrer Kultur, Literatur, Wirtschaft und sozialen Infrastruktur, die immer weiter fortwirkt. Dagegen steht eine geschichtsvergessene Ignoranz, die das Denken in Alternativen entsorgt hat. Erstmals beschäftigt sich die Autorin auch mit der Frage, wie das Ende des sozialistischen Systems die Welt verändert hat. Die „siegreiche“ Demokratie hat überall an Vertrauen verloren, weil sie von den Eliten, die sie tragen sollen, permanent entwertet wird. Und vor den großen Fluchtbewegungen der letzten Jahre stand die konsequente Weigerung, auch nur ein wenig von dem zurückzugeben, was der "Raubmensch-Kapitalismus" sich zur Beute gemacht hat. Für das vereinigte Deutschland zeigt Daniela Dahn: Bevor der Rechtsextremismus die Mitte der Gesellschaft erreicht hat, kam er aus der Mitte des Staates. Aus Teilen des Sicherheitsapparates, der Bundeswehr, der Verwaltung.

Eine gemeinsame Erinnerungskultur, die sich beschönigender oder dämonisierender Legenden verweigert, gibt es in Deutschland noch nicht. Was müsste sie berücksichtigen? Daniela Dahn gibt hier, streitbar und kompromisslos wie immer, mehr als nur Anregungen dazu.

Veranstaltungsreihe „Geraer Gespräch“

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event-d61ir Cyber-Physische-Systeme für eine demokratische Arbeitsorganisation? https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/D61IR/ Jena, 29.10.2019: Produktivkraft als Versprechen? Emanzipatorische Möglichkeiten von Technologie und aktuelle Kämpfe um Arbeit Von dystopischen Visionen der Totalkontrolle durch Algorithmen bis hin zu Utopien einer vollversorgten Gesellschaft findet sich in aktuellen Diskussionen über digitale Technologie ein breites Spektrum an Positionen wieder.

Was können wir erwarten im Hinblick auf derzeitige digitale Entwicklungen, die unsere Arbeitsplätze gravierend verändern? Und was halten diese Veränderungen für den Wandel von Gesellschaft insgesamt bereit?  Politische Krisen, steigende soziale Ungleichheit und die drohende ökologische Katastrophe stellen die Frage nach gesamtgesellschaftlicher Veränderung jenseits von Markt und Profit neu. Können digitale Technologien uns bei den Antworten behilflich sein?

In der Veranstaltungsreihe sollen Akteure aus Gewerkschaft, Wissenschaft und technischen Berufen zu Wort kommen, um die Potentiale linker Technikpolitik zu diskutieren.

 1. Cyber-Physische-Systeme für eine demokratische Arbeitsorganisation?

Zunehmend werden Ideen diskutiert, in denen das Internet-der-Dinge und kybernetische Produktionsmodelle zur Unterstützung selbstverwalteter Arbeitsorganisation dienen sollen und in der Arbeiternehmer*innen gleichberechtigt über Arbeitsprozesse entscheiden. Andererseits stellen sich die Fragen in gewerkschaftlichen Gestaltungsprojekten ganz anders: Hier geht es oftmals um kleinteilige Kompromisse in Feldern wie Gesundheitsschutz, Qualifizierung und Arbeitszeiten.

Wie können beide Perspektiven voneinander profitieren?

Diskutieren werden diese Fragen:
- Simon Schaupp (forscht zu Arbeiterselbstverwaltungskonzepten in kybernetischen Produktionsmodellen)
- Nadine Müller (Referentin des DGB im Bereich „Gute Arbeit und Innovation“)
- Welf Schröter (Informatiker, Leiter des Forums Soziale Technikgestaltung Baden-Württemberg)

Gemeinsam mit dem Arbeitskreis „Technik und Gesellschaft" Jena

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event-ls58j «Congo Calling» https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/LS58J/ Erfurt, 04.11.2019: GLOBALE 2019 Eine Dokumentation über das Dilemma europäischer Entwicklungshilfe. Der Film begleitet drei Europäer*innen, die sich seit vielen Jahren im Kongo engagieren,  sich aber nun damit auseinandersetzen müssen, dass es in der Entwicklungshilfe neben Erfolgen auch viele Rückschläge zu verkraften gilt. Gewinner des Förderpreis auf dem DOK.fest München.  Diesen Globale-Abend wird u.a. der Regisseur Stephan Hilpert begleiten und für Fragen zur Verfügung stehen.

In Kooperation mit Attac Erfurt im Rahmen der Filmreihe „Globale 2019“. Mehr Informationen: https://globaleerfurt.wordpress.com/

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event-ewtj8 «Zeit für Utopien» https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/EWTJ8/ Erfurt, 11.11.2019: GLOBALE 2019 Ein Film von Kurt Langbein (98 min / 2018)

Der Film zeigt positive Beispiele, wie wir mit Ideen und Gemeinschaftssinn viel erreichen können: So können 1,5 Mio. Menschen mit regionaler, frischer Biokost versorgt werden. Wohnen ist mit einem Bruchteil der Energie möglich, die durchschnittlich verbraucht wird. Ein Smartphone kann fair produziert werden und eine ehemals einem Großkonzern angehörende Teefabrik funktioniert nun sehr gut in Selbstverwaltung. Im Anschluss Austausch mit  Initiativen aus Thüringen, die bereits Alternativen leben. Eingeladen sind Menschen u.a. des Nachhaltigkeitszentrums Thüringen und der Kommune Waltershausen.

In Kooperation mit „Attac Erfurt“ und im Rahmen der Filmreihe „Globale 2019“

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=-DMlbpPyoCY

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event-7ff72 30 Jahre Rechtsradikalismus und Antifabewegung in Ostdeutschland https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/7FF72/ Erfurt, 13.11.2019: Podiumsdiskussion Die Neonaziszene in der DDR erstarkte Ende der 1980er Jahre zusehends. Ob Ostberlin oder Weimar, Überfälle auf Punks, alternative Jugendliche, Schwule, Lesben und VertragsarbeiterInnen aus Mosambik, Vietnam oder Angola häuften sich. Rechte Hooligans eroberten die Stadien der Oberliga. Auch wurden jüdische Friedhöfe geschändet.

Diese rechte Szene erlebte nach der Wende einen beachtlichen Zuwachs und verbandt sich mit einem, von neuem Nationalstolz und Rassismus ergriffenen Teil der DDR-Bürger. Mit der Gründung der „Nationalen Alternative“ entstand in Ostberlin 1990 eine erste neue rechtsradikale Partei und Anlaufstelle der europäischen Naziszene. In vielen Städten Ostdeutschland kam es zu Übergriffen auf besetzte Häuser, Cafes und Kneipen der Alternativszene.

Gemeinsam mit „besorgten Bürgern“ wurde 1992 in Rostock-Lichtenhagen das Sonnenblumenhaus von Rechtsradikalen angegriffen. Pogromartige Ausschreitungen fanden danach in mehreren deutschen Städten statt. Es war der Bodensatz, aus dem der NSU und die ostdeutsche Naziszene von heute entstand.

Podiumsdiskussion mit Christin Jänicke (Mitherausgeberin des Buchs „30 Jahre Antifa in Ostdeutschland“), Katharina König-Preuss (MdL Thüringen, DIE LINKE) und Kristin Pietrzyk (Rechtsanwältin, Nebenklagevertreterin im Ballstädt-Prozess)

Gesprächsleitung: Madeleine Henfling (MdL Thüringen, Bündnis 90/Die Grünen)

Eine Veranstaltung der Reihe „NEULAND - Jeder halben Revolution folgt eine ganze Konterrevolution. 30 Jahre Herbst ´89“ von Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen und Kunsthaus Erfurt.

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event-amfhy «Wir wollen alles!» https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/AMFHY/ Erfurt, 25.11.2019: (Post-)Operaismus – eine Einführung Mit Anna Stiede (Politikwissenschaftlerin, Berlin)

„Wir wollen alles“ - der Roman von Nanni Balestrini über die große Revolte der 1960er und ´70er Jahre in Italien vermittelt eindrucksvoll jene Bewegung der radikalen Linken, die sich auf die Theorie des „Operaismus“ bezog. Diese marxistische Strömung war Theorie und Bewegung zugleich, interpretierte das Werk von Karl Marx neu und orientierte sich vor allem an Arbeitskämpfen und den sozialen Fragen des Alltags. Politik in Parlamenten oder den klassischen Gewerkschaften lehnte die Bewegung ab – und organisierte sich dennoch politisch vor allem rund um die großen Automobil-Fabriken Norditaliens. Bekannte Vertreter waren u.a. Antonio Negri, Mario Tronti oder Sergio Bologna. Mit dem Buch „Empire“ (2000) von Negri und Michael Hardt flammte der Theorieansatz als Post-Operaismus wieder auf – das Buch wurde zur „Bibel der Globalisierungskritik“ erklärt. Darin geht es um die Fragen, wie Widerstand gegen den Kapitalismus im imperialen und globalen Empire aussehen kann, um Bio-Macht, immaterielle Arbeit und die „Multitude“ der Ausgebeuteten als treibende Kraft von Klassenkämpfen.

Gemeinsam mit der GEW Hochschulgruppe Erfurt

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event-hkadv There is an ‚I‘ in LGBT*IQ https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/HKADV/ Weimar, 04.12.2019: Mit Joris A. Gregor In queerer Theorie und Praxis wird immer wieder das Akronym LSBT*QI verwendet. Das ‚I‘ wird nicht selten gerade in politischen Kontexten als ein Feigenblatt verwendet, ohne jedoch... Mit Joris A. Gregor

In queerer Theorie und Praxis wird immer wieder das Akronym LSBT*QI verwendet. Das ‚I‘ wird nicht selten gerade in politischen Kontexten als ein Feigenblatt verwendet, ohne jedoch explizit die politischen Forderungen, Wünsche und Bedürfnisse von Inter* zu berücksichtigen. Während sich LGBT*Q auf Geschlechtsidentität oder Sexualität beziehen, ist die wortwörtliche Verhandlungsmasse politischer Auseinandersetzungen um Inter* ihr ohne Einwilligung medizinisch manipulierter Körper. Inter* können lesbisch, schwul, bi- oder pansexuell, trans[*], genderqueer sein – mit der Diagnose ‚intersexuell‘ hat das jedoch nichts zu tun. Eine einfache Subsumierung von Inter* greift damit zu kurz, die Forderungen von Inter*Aktivist_innen müssen angemessen in queerer Politik berücksichtigt werden.

Im Vortrag möchte ich zuerst noch einmal ins Gedächtnis rufen, was unter Inter* zu verstehen ist und dann auch mit Hilfe von Interviewausschnitten aus meiner Forschung meine Perspektive begründen, dass es wichtig ist, den medikalisierten, durch Pathologisierung und Zurichtung versehrten Körper als wichtiges Moment von Inter*Aktivismus explizit mitzudenken. Im zweiten Teil möchte ich eher Diskussionsimpulse geben als kontroverse Thesen aufstellen. Anhand von Beispielen aus dem Kontext der politischen Bemühungen um den dritten Geschlechtseintrag möchte ich eine Diskussion anregen, wie eine solidarische Zusammenarbeit (noch) besser funktionieren kann.

Dr. Joris A. Gregor arbeitet am Institut für Soziologie der Universität Jena. Studium der Pädagogik, Geschlechterforschung und Philosophie an der Universität Göttingen. Für die Promotion 2014 wurde mit einer Biographieforschung Intergeschlechtlichkeit als bedeutende soziale Kategorie herausgearbeitet und die Rolle des Körpers in feministischer und queerer Theorie reflektiert. Im Anschluss daran beschäftigen Gregor aktuell insbesondere intersektional verschränkte Gehalte des Körperthemas und die Materialität von sexueller Aktivität in intimen Nahbeziehungen.

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event-chomd Traum und Wirklichkeit - Der Kollaps der ostdeutschen Gesellschaft https://th.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/CHOMD/ Erfurt, 06.12.2019: Podiumsdiskussion Als im Herbst 1989 die Mauer fiel und die BILD im Osten Einzug hielt, entließen die DDR-Bürger ihre alte Führung. Aber auch die Oppositionsgruppen der 1980er Jahre wurden schnell entsorgt. Es kam die D-Mark und die CDU.

Doch schnell wurde klar, sie wurden Bürger zweiter Klasse. Die Treuhand zerschlug im Auftrag die Ostindustrie und damit Arbeitsplätze und DDR-Biografien. Die überstürzte Wiedervereinigung einigte nicht, sondern trennte. Der Umzug vieler ehemaliger Ostler gen Westen hielt an. Landstriche, Dörfer und Städte schrumpften. Es folgten Trotzreaktionen, Ostalgie, Widerstand und Rechtstrend.

Annett Gröschner erlebte den Herbst 1989 und die Folgejahre als Akteurin und veröffentlichte mehrere Bücher nach dem Ende der Wende.

Luise Meier erlebte als Kind die Wiedervereinigung und wuchs in eine Zeit der Transformation hinein. Sie kann sich 1989 ohne Balast und Sentimentalität nähern und für tot gehaltenes auferstehen lassen, wie in ihrem Buch „MRX-Maschine“.

Podiumsdiskussion mit Annett Gröschner (Autorin, Journalistin) und Luise Meier (Autorin, Servicekraft)

Gesprächsleitung: Bernd Löffler (Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen)

Eine Veranstaltung der Reihe „NEULAND - Jeder halben Revolution folgt eine ganze Konterrevolution. 30 Jahre Herbst ´89“ von Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen und Kunsthaus Erfurt.

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