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Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung" im Mai 2020 in Erfurt, Michaeliskirche

Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung"

Zu sehen im Monat Mai - Montag bis Sonnabend 11 bis 15 Uhr (außer an Feiertagen) in der Michaeliskirche

Im ersten Teil der Ausstellung werden die Biografien von Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Mehmet Turgut, Habil Kılıç, İsmail Yaşar, Mehmet Kubaşık, Theodoros Boulgarides, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter dargestellt. Weitere Tafeln beschäftigen sich mit den Bombenanschlägen in Nürnberg und Köln sowie den Banküberfällen, bei denen unschuldige Menschen teilweise lebensbedrohlich verletzt wurden.

Der zweite Teil beleuchtet das Netzwerk des NSU. Verbindungen neonazistischer V-Leute verschiedener Verfassungsschutzbehörden mit den bisher Verurteilten werden skizziert. Analysiert werden auch die Gründe, warum die Mordserie lange nicht aufgedeckt wurde sowie der gesellschaftspolitische Umgang mit dem Themenkomplex. Zum Schluss kommen Angehörige der Ermordeten zu Wort. Eltern, Kinder und Witwen berichten von der Zeit vor und nach dem Auffliegen des NSU, kommentieren den Münchner NSU-Prozess und unterziehen die bisherige Aufklärung einer kritischen Beurteilung.

Die Ausstellung wurde vom Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung erstellt und zur Verfügung gestellt.

Veranstalter: Offene Arbeit des Evangelischen Kirchenkreises Erfurt unterstützt vom LAP (Lokaler Aktionsplan gegen Rechtsextremismus in Erfurt - Partnerschaft für Demokratie)