Nachricht | Bildungsfahrt „Emanzipatorische Kommunalpolitik“

vom 15. bis 19. Februar 2023 nach Graz

Rathaus Graz

Die Bildungsfahrt „Emanzipatorische Kommunalpolitik“ vom 15. bis 19. Februar 2023 nach Graz soll dazu dienen, mit der Grazer KPÖ, aber auch der außerparlamentarischen Linken in Graz in einen Austausch über Möglichkeiten und Grenzen linker, emanzipatorischer Kommunalpolitik zu kommen.
Die Grazer KPÖ geriet 2021 in das mediale Rampenlicht auch der deutschen Presse, als sie ihr Wahlergebnis zu den Gemeinderatswahlen in Graz von 20 auf knapp 29 Prozent erhöhen könnte, stärkste Fraktion wurde und nun die Bürgermeisterin der Stadt stellt. Dieser Erfolg ist das Produkt jahrzehntelanger kommunalpolitischer Verankerung in der Stadt, die für Bewohner*innen Graz einen konkreten Unterschied machen kann – etwa durch den „Mieternotruf“ oder finanzielle Unterstützungen, die aus den Diäten der Gemeinderäte finanziert werden. Zugleich ist die kommunistische Bürgermeisterin Graz, Elke Kahr, aktuell unter hohem Druck, da auch in Graz durch Schulden aus den Vorjahren und im Zuge steigender Energiepreise die Spielräume für Kommunalpolitik schwinden.

Im Zuge der fünftägigen Bildungsfahrt wollen wir mit der Gemeinderatsfraktion ins Gespräch kommen und eine Gemeinderatssitzung besuchen, um uns die konkrete kommunalpolitische Arbeit in Graz anzusehen, uns aber auch mit Kommunalpolitiker*innen der KPÖ aus dem ländlicheren Raum Österreichs darüber unterhalten, inwiefern der Grazer Ansatz der KPÖ nur in einer Großstadt umgesetzt werden kann.

Da emanzipatorische Kommunalpolitik nicht nur in Parlamenten und Stadtverwaltungen stattfindet, wollen wir uns auch mit Vertreter*innen der außerparlamentarischen Linken in Graz zu unterhalten und ihre Perspektive auf die Kommunalpolitik der KPÖ kennenlernen.

Rund um diese Auseinandersetzung mit der Kommunalpolitik in Graz wollen wir auch die Region und die Stadt kennenlernen, und etwa die Gedenkstätte am Standort des ehemaligen KZ-Außenlagers Peggau besuchen.

Der Teilnahmebeitrag beträgt 120 Euro und beinhaltet die An- und Abreise mit der Bahn (Saalfeld-Graz), Busfahrten in der Region, Unterkunft im Vierbettzimmer, Frühstück sowie die Programmkosten.

Anmeldung bitte bis 31. Januar 2023 an info@haskala.de

Einen finanziellen Zuschuss für die Reise beantragen?! Am Geld soll die Teilnahme nicht scheitern! Rückfragen zu finanzieller Unterstützung an die RLS Thüringen an Volker.Hinck@rosalux.org.

Reiseleitung: Katharina König-Preuss

Veranstalter: Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen.

Rechtzeitig vor Reiseantritt erhalten alle Teilnehmenden ein ausführliches Wochenprogramm.

An- und Abreise / Programmtage:

Anreisetag: 15. Februar 2023 (Mittwoch): Anreise der Gruppe mit dem Zug ab Saalfeld (oder eigenständige Einreise bis Zustieg Richtung Graz). Abends Ankunft in Graz.

Programmtage: 16. Februar 2023 – 18. Februar (Donnerstag – Samstag): Besuch einer Gemeinderatssitzung, des Volkshauses (Parteizentrale der KPÖ Graz) und Gespräch mit dem Gemeinderatsklub; Gespräch mit Vertreter*innen der außerparlamentarischen Linken, Fahrt zur Gedenkstätte am Standort des ehem. KZ Außenlagers Peggau mit Führung.

Abreisetag: 19. Februar 2023 (Sonntag): Morgens Rückreise mit dem Zug aus Graz. Abends Ankunft in Thüringen.