Aktuelle Nachrichten https://th.rosalux.de/ Hier finden Sie unsere aktuellen Nachrichten. de Copyright Mon, 27 May 2024 16:49:55 +0200 Mon, 27 May 2024 16:49:55 +0200 TYPO3 Aktuelle Nachrichten https://th.rosalux.de/fileadmin/sys/resources/images/dist/logos/logo_rss.jpg https://th.rosalux.de/ 144 109 Hier finden Sie unsere aktuellen Nachrichten. news-52103 Mon, 27 May 2024 12:10:53 +0200 Die Rosa-Luxemburg-Stiftung auf dem Katholikentag in Erfurt https://th.rosalux.de/news/id/52103 Die Rosa-Luxemburg-Stiftung ist zum ersten Mal auf der Kirchenmeile des Katholikentags vom 29.5.–2.6.2024 in Erfurt vertreten. Die Kolleg*innen freuen sich, im gesellschaftspolitischen Raum der katholischen Kirche linke Gesellschaftskritik, politische Alternativen und solidarische Interventionen vorzustellen. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung ist zum ersten Mal auf der Kirchenmeile des Katholikentags vertreten. Die Kollg*innen freuen sich, im gesellschaftspolitischen Raum der katholischen Kirche linke Gesellschaftskritik, politische Alternativen und solidarische Interventionen präsentieren zu können.

Katholikentage sind zentrale Events, auf denen sich die Kirche als gesellschaftspolitischer Akteur mit ihrem sozialen und gesellschaftlichen Engagement in Deutschland, Europa und weltweltweit präsentiert. Getragen wird er von einem Trägerverein, der vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und vom Bistum Erfurt gegründet wurde.

Der Katholikentag 2024 steht in Zeiten von Kriegen, Krisen, des Klimawandels und wachsender sozialer und politischer Polarisierung unter dem Leitwort «Zukunft hat der Mensch des Friedens». Es geht um die Suche nach Wegen zum Frieden und Mitmenschlichkeit – auch für jene, die nicht christlich geprägt sind. Ca. 20.000 Besucher werden in Erfurt erwartet, die an fünf Tagen ca. 500 Veranstaltungen oder einen der vielen Stände auf der Kirchenmeile besuchen können. Nicht willkommen ist die AfD, denn «Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar », heißt es in der Erklärung der Deutschen Bischöfe vom Februar 2024.

Das vollständige Programm am Stand der Stiftung auf der Kirchenmeile finden Sie hier.

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news-51826 Mon, 25 Mar 2024 11:08:14 +0100 Soziale Wohnraumversorgung in Thüringen https://th.rosalux.de/news/id/51826 Herausforderungen und Möglichkeiten der Landesebene Eine gute und bezahlbare Wohnung oder Sozialwohnung zu finden, werde immer schwieriger, vor allem für untere und mittlere Einkommensschichten. Mit möglichen Maßnahmen, die aus dieser Situation führen könnten, beschäftigt sich eine an der Bauhaus-Universität verfasste Studie, die im Auftrag der Rosa-Luxemburg-Stiftung erstellt wurde.

Am 18. März 2024 stellte Stadtforscherin Lisa Vollmer zusammen mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen ihre Studie zu den Herausforderungen der Wohnraumversorgung in Thüringen und möglichen Vorteilen eines landeseigenen Wohnungsunternehmens vor.

Wir haben Lisa 4 Fragen zu bezahlbarem Wohnen in Thüringen und der Idee eines landeseigenen Wohnungsunternehmens gestellt. https://www.youtube.com/watch?v=M_lSMbT-SIE

Die Studie ist hier online verfügbar.

Hier gibt es eine Zusammenfassung.
 

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news-51218 Thu, 09 Nov 2023 09:19:14 +0100 Pressemitteilung https://th.rosalux.de/news/id/51218 Unverhältnismäßiger Polizeieinsatz gegen Stadtrundgang zur Hexenverfolgung in Erfurt im Rahmen der alternativen Studieneinführungstage - Hintergrundinformationen und O-Töne Am 28.10.2023 wurde ein Stadtrundgang im Rahmen der alternativen Studieneinführungstage "Nächste Ecke Links" durch einen unverhältnismäßigen Polizeieinsatz vorzeitig beendet: Die Teilnehmer*innen wurden kurzzeitig festgesetzt, es kam zu Körper- und Taschendurchsuchungen, der Aufnahme von Personalien aller Teilnehmenden und zu abschätzigen Kommentaren seitens der Polizei. Die Veranstalter*innen und das Bündnis hinter den Alternativen Einführungstagen verurteilen das Vorgehen der Polizei.
Die alternativen Studieneinführungstage "Nächste Ecke Links" werden seit 2015 von studentischen und linken Gruppen sowie (Partei- und Gewerkschafts-) Jugendverbänden getragen und sollen Studienanfänger*innen einen Einblick in die alternative Soziokultur Erfurts bieten. Dafür finden verschiedene Bildungsangebote statt, in diesem Jahr u. a. ein historischer Stadtrundgang zum Thema "Hexenverfolgung in Erfurt während der frühen Neuzeit". Dieser sollte ursprünglich 14 Uhr beginnen, wurde aber von den Veranstalter*innen auf 11 Uhr vorverlegt, da die AfD für diesen Tag einen Aufmarsch um 15 Uhr angekündigt hatte. Ausgangsort für den AfD-Aufmarsch war der Platz vor der Staatskanzlei, an dem auch die letzte Station des Rundgangs stattfinden sollte. "Wir wollten einerseits nicht mit der Demonstration der AfD und dem zu erwartenden Polizeiaufgebot kollidieren - vor allem zum Schutz unserer Teilnehmer*innen - und andererseits sollten die Teilnehmer*innen die Möglichkeit haben, an den Gegenprotesten teilzunehmen", wie Sandy von der "Historischen Selbsthilfegruppe", den Organisator*innen des Stadtrundgangs, berichtet.

Gegen 12:30 Uhr fanden sich die Teilnehmenden des Stadtrundgangs an der vorletzten Station in der Straße „Lange Brücke“ zusammen. Bereits hier tauchten ca. ein Dutzend Beamt*innen auf, beobachteten den Stadtrundgang und folgten den Teilnehmer*innen zur letzten Station an der Staatskanzlei. Dort erfolgte um 13:12 Uhr die erste Ansprache an die Gesamtgruppe durch die Polizei: Alle Anwesenden hätten ihre Personalien abzugeben. Nach wenigen Minuten folgte die zweite Ansprache, dass an allen Anwesenden eine Körper- und Taschendurchsuchung vollzogen werden würde. Auf Nachfrage erklärte die Polizei, dass es sich um eine „Vorkontrolle“ handle, die angebracht sei, weil die Teilnehmer*innen des Rundgangs "phänotypisch links" aussähen. Die Polizei wurde über den Hintergrund des Stadtrundgangs in Kenntnis gesetzt und darüber informiert, dass der Rundgang nur noch wenige Minuten dauern würde. Ebenso wurde das Angebot unterbreitet, die letzte Station räumlich zu verlegen. Obwohl zu diesem Zeitpunkt die AfD-Kundgebung noch zwei Stunden in der Zukunft lag, ist die Polizei auf diese Angebote nicht eingegangen und führte die Maßnahme wie angekündigt durch, wodurch es unmöglich wurde, den Stadtrundgang wie geplant zu Ende zu führen. Am Rande kam es auch zu abschätzigen Kommentaren der Polizei, u. a. bezeichnete ein Beamter das Thema des Rundgangs als "Frauenzeug".

„Wir haben den Stadtrundgang extra nach vorn verschoben, um den historischen Ort in Ruhe in unseren Rundgang einbeziehen zu können. Dass die Polizei aber aufgrund des Aussehens unserer Teilnehmer*innen den Rundgang zum Objekt polizeilicher Maßnahmen machen würde, konnten wir nicht antizipieren“, so Sandy Wolff, Historikerin und Organisatorin des Stadtrundgangs. Maike*, eine Teilnehmerin sagt, dass sie sich durch das Vorgehen der Polizei kriminalisiert und besonders durch die Körper-Durchsuchung erniedrigt gefühlt habe.

Die Organisator*innen der alternativen Studieneinführungstage verurteilen dieses Vorgehen der Polizei: "Es ist völlig unangemessen, die Teilnehmer*innen eines Stadtrundgangs festzusetzen und zu durchsuchen, nur weil sie in den Augen der Polizei 'phänotypisch links' aussehen". Dies sei auch nicht dadurch zu rechtfertigen, dass am Ort des Geschehens zwei Stunden später eine AfD-Kundgebung stattfinden sollte.

Das Bildungskollektiv Biko ist der Ansicht, das Vorgehen der Polizei reihe sich ein in den Umgang mit vermeintlich störenden Personengruppen in Erfurt. Punks, Alternative, aber auch schlichtweg arme oder ungewöhnlich aussehende Menschen würden im öffentlichen Raum in Erfurt regelmäßig von der Polizei, aber auch von Mitarbeiter*innen des Ordnungsamts schikaniert.

Auch die DGB-Jugend ist Teil des Bündnisses und positionierte sich in der Vergangenheit bereits klar gegen vermehrte Überwachung, Polizeipräsenz und Verdrängung der Jugend aus der Erfurter Innenstadt. "Unrechtmäßige Übergriffe durch Polizei und Ordnungsdienst sind keine Einzelfälle. Wir beobachten ein Erstarken autoritärer Ideologien und als Reaktion darauf wird widerständiges Engagement - und alles, was danach aussieht - durch die Exekutive unterdrückt. In Zeiten multipler Krisen und sich verschärfender rechter Gewalt ist das polizeiliche Vorgehen gegen Antifaschist*innen und Linke einfach nur unverständlich."

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen war im Rahmen von "Nächste Ecke links" Co-Veranstalterin von zwei Vorträgen. Polizeiliche Maßnahmen, die in Politische Bildung eingreifen, beschneiden demokratische Grundrechte. Dass diese Grundrechte Menschen aufgrund ihres Aussehens einen ganzen Tag lang abgesprochen werden, ist empörend. Das Feindbild scheinen für die Polizei an diesem Tag Linke gewesen zu sein. Wir solidarisieren uns mit den Veranstalter*innen des Stadtrundgangs und unterstützen das Bündnis hinter den Alternativen Einführungstagen in seiner Verurteilung des polizeilichen Vorgehens.

Während Oberbürgermeister Bausewein die neu angekommenen Studierenden öffentlichkeitswirksam herzlich begrüßte, arbeiten die ihm unterstellten Sicherheits- und Polizeikräfte fleißig daran, junge Menschen abzuschrecken. Mithilfe ihrer repressiven Strategie schränken sie ehrenamtliches Engagement sowie politische Meinungsbildung und -äußerung massiv ein - das Bündnis hinter den alternativen Studieneinführungstagen lässt sich jedoch nicht beirren und freut sich schon jetzt auf die Veranstaltungsreihe im nächsten Jahr.

Unterzeichner*innen:
• Bildungskollektiv Biko
• Decolonize Erfurt
• DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.
• DGB-Jugend Erfurt
• DGB-Jugend-Hochschulgruppe Erfurt
• Grüne Jugend Erfurt
• Hochschulgruppe Kritisches Lehramt Erfurt
• Jusos Erfurt
• Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen
• Rote Hilfe Ortsgruppe Erfurt
• Seebrücke Erfurt
• SJD - Die Falken Erfurt
• Vorstand des Studierendenrates der Universität Erfurt

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news-50942 Tue, 29 Aug 2023 08:40:03 +0200 Europa in Bewegung – Thüringen mittendrin? https://th.rosalux.de/news/id/50942 Veranstaltungsreihe Europapolitik vom 11.09. bis 08.12.2023 2024 stehen die Europawahlen an, die Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen nimmt dies zum Anlass sich in einer Veranstaltungsreihe vom 11.09. bis 08.12. mit Fragen der europäischen Klimapolitik, der europäischen Wohnungspolitik, dem europäischen Solidaritätsgedanken und der europäischen Ausrichtung im Konkurrenzverhältnis zwischen den USA und China auseinanderzusetzen.

Die nächste Veranstaltung findet am 08.12.2023, 18 Uhr, im Kunsthaus Erfurt (Michaelisstraße 24) statt.

Weltpolitische Umbrüche: USA – China in Konkurrenz und die wirtschaftlichen Reaktionen EuropasWeltpolitische Umbrüche: USA – China in Konkurrenz und die wirtschaftlichen Reaktionen Europas

Mit Helmut Scholz, Mitglied der Fraktion Die Linke im Europäischen Parlament - GUE/NGL  und Dr. Stefan Schmalz, Sonderforschungsbereich 294, Strukturwandel des Eigentums

Die wirtschaftliche Konkurrenz und geopolitische Rivalität der USA mit China nimmt seit einigen Jahren stetig zu. Die USA ist zwar weiterhin (auch ohne ein Handelsabkommen) ein wichtiger Handelspartner Europas und Deutschlands. Andererseits sind aber die Wirtschaftsverflechtungen zwischen China und der europäischen Union und insbesondere mit Deutschland ausgeprägt. China ist das Hauptimportland sowie das zweitwichtigste Zielland für Deutsche Güterexporte insbesondere in den Bereichen Textilien, Elektrotechnik und elektrische Ausrüstungen. Zudem spielen die Wertschöpfungsverflechtungen mit China eine sehr bedeutende Rolle. Deutschland verwendet Inputs aus Asien, aber auch China ist abhängig von europäischen und deutschen Vorprodukten.
Im Gegensatz dazu gibt es angesichts der protektionistischer Politik der USA derzeit kaum Hoffnung auf eine stärkere Handelsverflechtung zwischen der EU und den USA. Dennoch fordern die USA ein schärferes Vorgehen von der EU gegen Chinas Handelspolitik und eine Annäherung an die USA. Besonders unter Biden hat sich diese Annäherung auch vollzogen.
Bedeutet dies eine Änderung der europäischen Strategie gegenüber China? Was wären die Folgen einer weiteren Eskalation zwischen den USA und China?


Eröffnet wurde die Veranstaltungsreihe am 11. September  mit einer Veranstaltung unter dem Titel: „Ein Wandel für Klimagerechtigkeit und Ökologie? Der European New Deal und die EU-Klimapolitik“ zum Thema werden diskutieren: Juliane Schumacher (Wissenschaftlerin, freie Journalistin und Autorin), Ralph Lenkert (MdB DIE LINKE im Bundestag) und ein/e Vertreter*in von Fridays for Future Erfurt. Moderieren wird Daphne Weber (Mitglied im Parteivorstand DIE LINKE)

Mitschnitt der Veranstaltung siehe hier

Am 17. Oktober ging es um Politik für bezahlbaren Wohnraum und Anpassung an den Klimawandel in Europa. Ein Zielkonflikt? Wie und zu welchem Preis wollen wir wohnen? Susanna Karawanskij, Thüringer Infrastruktur- und Landwirtschaftsministerin (DIE LINKE), die Stellv. Vorsitzende des Mieterbundes in Brüssel Barbara Steenbergen und Georg Seidler vom Mieterbund Thüringen diskutieren über den Wandel innerhalb der Wohnungspolitik, Wohnungswirtschaft und einer sich rasant verändernden Gesellschaft mit einem zunehmend hohen klimapolitischen Anspruch der alle Branchen und politischen Ebenen zur Transformation herausfordert.

Mitschnitt der Veranstaltung siehe hier

Die am 31. Oktober geplante Veranstaltung zu "Europa#GemeisamNeu machen" musste leider ausfallen.

Plakat

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news-50274 Tue, 18 Apr 2023 13:26:18 +0200 Jena vor dem NSU - Rechtsextremismus bis 1990 in Jena und Ostthüringen https://th.rosalux.de/news/id/50274 Veranstaltungen dazu am 24.04., in Jena und 23.05., in Gera, jeweils 19 Uhr Forschungsarbeit von Michael Ebenau ab 24.04.2023 hier verfügbar.

Seit 2022 arbeiten wir gemeinsam mit dem Institut für Zivilgesellschaft (IDZ) Jena an der Veröffentlichung der Forschungs- und Recherchearbeit des Vorstandsmitglieds der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen Michael Ebenau.

Für die umfangreiche Quellenstudie wertete Michael Ebenau u.a. Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv sowie Polizei-berichte und staatsanwaltliche Ermittlungsakten aus dem Staatsarchiv Rudolstadt aus. Ab Mittag des 24. Aprils kann die Publikation auf den Webseiten von IDZ und Landesstiftung (th.rosalux.de) abgerufen werden. Über das IDZ ist sie zudem als gedruckter Forschungsbericht kostenlos zu beziehen.

Die Forschungsarbeit wird

am 24.04.2023, 19 Uhr in Jena, im Historischem Rathaus  und

am 23.05.2023, 19 Uhr in Gera, im Stadtmuseum durch den Autor vorgestellt.

Anschließend wird sie von Lucia Bruns, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Alice Salomon Hochschule Berlin (in Jena) bzw. mit Peggy Piesche, Referentin für Diversität, Intersektionalität und Dekolonialitä bei der Bundeszentrale für politische Bildung (in Gera), aus Perspektive der Jugendsozialarbeit kommentiert und mit dem Publikum diskutiert.

Moderiert werden die Veranstaltungen von Anne Tahirovic (IDZ) und Volker Hinck (RLS Thüringen).

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news-49483 Tue, 15 Nov 2022 09:23:00 +0100 Karte aller Amazon Standorte überarbeitet https://th.rosalux.de/news/id/49483 Amazon-Logistics wächst in Deutschland innerhalb eines Jahres um 25%. Bereits im September 2021 stellten die Akteure mit „Amazons letzte Meile. Ein Onlinehändler als Prekarisierungstreiber in der Paketlogistik“ von Tina Morgenroth (Faire Mobilität in Thüringen) sowie Johannes Schulten und Jörn Boewe (Journalistenbüro work in progress) eine der ersten deutschsprachigen Recherchen zum Logistiksystem Amazons auf der Letzten Meile vor. Darin enthalten waren Übersichtsgrafiken zum Logistiksystem und eine grafische Darstellung der Amazon-Standorte in Deutschland. Bereits Anfang 2022 zeigte sich in Thüringen, dass mit der Fertigstellung des Logistikzentrums Gera und der Ankündigung in Erfurt ein weiteres Logistikzentrum zu bauen die Expansion Amazons im Freistaat weitergehen wird und die in der Broschüre enthaltene Übersichtskarte veraltet sein wird. Daher beauftragte die Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen Jörn Boewe und Johannes Schulten vom Journalistenbüro work in progress mit der Überarbeitung.

Mit Recherchestand Ende Oktober 2022 stellen das Projekt Faire Mobilität in Thüringen des DGB-Bildungswerk Thüringen und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen Multiplikator*innen, Aktivist*innen, Journalist*innen und der interessierten Öffentlichkeit eine überarbeitete grafische Aufarbeitung des Verzeichnisses von Standorten der Sparte Amazon Logistics (fertiggestellt oder im Bau) in digitaler Form zur Verfügung.

Damit dokumentiert das beauftragte Journalistenbüro work in progress gegenüber dem letzten Recherchestand im September 2021 eine Erhöhung der Eintragungen von 73 auf 100 und damit eine Steigerung um 25%. Im Detail stiegen die die Zahl der eingetragenen Logistikzentren (Fulfillment Center) von 17 auf 23 (davon 3 im Bau), der Sortierzentren von 5 auf 10 (davon 1 im Bau) und der Verteilzentren von 51 auf 67 (davon 2 im Bau). Die Karte dokumentiert daher eindrucksvoll die Expansion des Online-Händlers im deutschen Markt und gibt gleichzeitig einen Überblick über die regionale Verteilung.

Bitte beachten bei der Verwendung:

Die Deutschlandkarte der Amazonstandorte wurde im Auftrag des Projekts „Faire Mobilität in Thüringen“ des DGB-Bildungswerks Thüringen und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen recherchiert von Jörn Boewe und Johannes Schulten vom Journalistenbüro work in progress. Gestaltet wurde die Karte von Dirk Braunheim.

Die Karte steht unter Creative Commons Lizenz und kann für den eigenen Gebrauch unter Nennung der Autoren Jörn Boewe, Johannes Schulten und Dirk Braunheim sowie der Rechteinhaberinnen DGB Bildungswerk Thüringen und Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen zu eigenen nicht-kommerziellen Zwecken verwendet und bearbeitet werden.

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news-46872 Mon, 15 Aug 2022 09:43:59 +0200 Veranstaltungsreihe in Vorbereitung auf 100 Jahre Marxistische Arbeitswoche https://th.rosalux.de/news/id/46872 Die Marxistische Arbeitswoche war ein Treffen von Marxist_innen und Kommunist_innen, die sich Pfingten 1923 in Geraberg bei Ilmenau trafen, um die zu diskutieren, wie eine kritische Theorie der Gesellschaft aussehen könnte. Angesichts der Welle revolutionärer Erhebungen von 1917 bis 1923 in Europa, aber auch der zunehmenden Verringerung der Möglichkeit, Theorie frei innerhalb der kommunistischen Partei zu diskutieren, trafen sich die Anwesenden – unter ihnen Fukumoto Kazou, Karl Korsch, Georg Lukács, Friedrich Pollock, Felix Weil und Richard Sorge – und diskutierten die gerade erschienenen Schriften Lukács und Korschs. Es war somit die erste Veranstaltung des Instituts für Sozialforschung, das bis 1933 in Frankfurt am Main residierte.

In Vorbereitung auf das 100-jährige Jubiläum der Marxistischen Arbeitswoche im Jahr 2023 will das Projekt „100 Jahre Marxistische Arbeitswoche“ schon 2022 beginnen in die Bedeutung der MAW und der auf ihr diskutierten Texte einzuführen. Wir wollen zur Auseinandersetzung aus unterschiedlichen Perspektiven anregen und laden alle Interessierten ein, sich ebenfalls mit den Diskussionen und Entwicklungen in der (Thüringer) Arbeiter*innenbewegung auseinanderzusetzen, die zur Arbeitswoche in Geraberg führten. Dazu stellen wir auf der ‚Plattform 100 Jahre MAW‘ (http://www.marxistische-arbeitswoche.de) Materialien zusammen und wollen auf andere Veranstaltungen hinweisen, die sich mit der Woche und ihren Teilnehmer*innen beschäftigen. Gemeinsam mit anderen Interessierten planen wir in Folge die Diskussionsbeiträge der Teilnehmenden für die heutige theoretische und praktische Kritik des Kapitalismus zu prüfen und im Jubiläumsjahr zu diskutieren.

Veranstaltungsübersicht

Di 20.9., 19 Uhr – Haus auf der Mauer Jena, Saal

Die Erste Marxistische Arbeitswoche Geraberg 1923

Die informelle Gründungsveranstaltung der Frankfurter Schule

Ausstellungseröffnung Karl Korsch in Thüringen und Einführung von Michael Buckmiller

Do 29.9., 19 Uhr – Haus auf der Mauer, Gewölbekeller

1923 – Scheidejahr der Arbeiterbewegung

Zum historischen Kontext der Marxistischen Arbeitswoche

Rhena Stürmer

Di 04.10., 19 Uhr – Haus auf der Mauer, Saal

Geschichte und Klassenbewusstsein, Marxismus und Philosophie

Georg Lukács und Karl Korsch

Über die beiden bedeutenden Werke des westlichen Marxismus, die 1923 parallel erschienen, tragen vor und diskutieren

Werner Jung und Michael Buckmiller

Do 13.10., 19 Uhr – Haus auf der Mauer, Gewölbekeller

Von Geraberg nach Tokio und New York

Richard Sorge und Hede Massing

Über den Zusammenhang von Sozialforschung und Spionage

Uwe Rossbach (Arbeit und Leben Thüringen)

Di 18.10., 19 Uhr – Haus auf der Mauer, Gewölbekeller

Nur Marxisten?

Frauen auf der Marxistischen Arbeitswoche Geraberg

Judy Slivi (Arbeit und Leben Thüringen)

Das Projekt „100 Jahre Marxistische Arbeitswoche“ wird von Ehrenamtlichen gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen und mit Arbeit und Leben Thüringen durchgeführt. Das Projekt will mit Materialien und in Veranstaltungen die Debatten der Marxistischen Arbeitswoche in Geraberg bei Ilmenau aufarbeiten und für heutige Debatten zugänglich machen.

Flyer (web-Version)

Mitschnitte der Veranstaltungen

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