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        <title>Aktuelle Nachrichten</title>
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        <description>Hier finden Sie unsere aktuellen Nachrichten.</description>
        <language>de</language>
        
            <copyright>Copyright</copyright>
        
        <pubDate>
            Sat, 12 Sep 2026 18:24:23 +0200
        </pubDate>
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            Sat, 12 Sep 2026 18:24:23 +0200
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            <title>Aktuelle Nachrichten</title>
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                        <guid isPermaLink="false">news-54459</guid>
                        <pubDate>
                            Tue, 18 Aug 2026 10:19:33 +0200
                        </pubDate>
                        <title>1. Thüringer Konferenz gewerkschaftliche Erneuerung </title>
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                                https://th.rosalux.de/news/id/54459
                            
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                        <description>Terminverschiebung nach 2027</description>
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                            <![CDATA[
                                <p>Leider müssen wir unsere lang geplante Thüringer Gewerkschaftskonferenz verschieben:</p>
<p>Im Juli erreichte uns die Nachricht, dass der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften unter dem Motto „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ zu einem bundesweiten Aktionstag am 26. September 2026 auch in Erfurt aufruft <a href="https://hessen-thueringen.dgb.de/mitmachen/bundesweit-gegen-sozialabbau/" target="_blank" class="external" title="Bundesweit gegen Sozailabbau" rel="noreferrer">(Aktionstag 26.9.: Hart verdient! | DGB Hessen-Thüringen)</a>. Über diese Initiative haben wir uns politisch natürlich sehr gefreut. Gleichzeitig war damit klar, dass unser Konferenztermin in Frage steht. Während der intensiven Beratungen aller in die Vorbereitungen involvierten Akteure wurde klar, dass ein Ersatztermin erst im Januar bzw. Februar 2027 stattfinden kann. Am bisher veröffentlichten Programm wollen wir aber trotzdem festhalten und stehen daher mit den Referent*innen in Kontakt, um schnellstmöglich einen neuen Termin festlegen zu können.<br />&nbsp;</p>
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                        <guid isPermaLink="false">news-53297</guid>
                        <pubDate>
                            Mon, 01 Sep 2025 11:37:00 +0200
                        </pubDate>
                        <title>30 Jahre DenkMal für den unbekannten Wehrmachtsdeserteur in Erfurt</title>
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                                https://th.rosalux.de/news/id/53297
                            
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                        <description>Gedenken am 01. September 2025</description>
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                            <![CDATA[
                                <p>Nach einer kurzen, aber heftigen und bundesweit geführten Debatte wurde am 1. September 1995 am Fuß des Erfurter Petersberges das vom den Künstler Thomas Nicolai gestaltete <strong>„DenkMal für den unbekannten Wehrmachtsdeserteur“</strong> eingeweiht. Dieses Denkmal hat seitdem eine unterschiedliche Wahrnehmung erfahren. Einerseits finden dort am 1. September Kranzniederlegungen statt, das Denkmal wird in Stadtrundgänge zur NS-Geschichte eingebunden und das Thüringer Justizministerium hat das DenkMal 2013 in die „Thüringer Straße der Menschenrechte und Demokratie“ aufgenommen.</p>
<p>Andererseits spielte das DenkMal bei der Umgestaltung des Peterbergs anlässlich der Bundesgartenschau 2021 keine Rolle und vielen Menschen in Erfurt ist das DenkMal kein Begriff. Dieser Umstand ist umso bemerkenswerter, da das DenkMal einen wichtigen Teil der deutschen Geschichte darstellt. Im Jahr 2025 jährt sich die Aufstellung des DenkMals zum 30. Mal. Aus diesem Anlass bildete sich ein Bündnis, um die Erinnerung an den Vernichtungskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands wach zu halten, aber auch, um aktuelle Fragen um Krieg und Frieden zu thematisieren. Durch diese Initiative soll das DenkMal wieder stärker in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden und seine Bedeutung als Mahnmal gegen Krieg und für die Menschenrechte unterstrichen werden.</p>
<p><strong>Martin Rambow</strong> erzählt die Geschichte hinter dem Denkmal und seine Bedeutung für unsere Gegenwart. <a href="https://www.deserteursdenkmal-erfurt.de/das-denkmal/warum-war-es-uns-wichtigerinnerungen-an-die-errichtung-des-denkmals/" target="_blank" data-type="page" data-id="1588" rel="noreferrer">Sein Beitrag vom 1. September 2025 zum nachlesen</a>.</p>
<p><strong>Julika Bürgin</strong> blickt zurück auf die Geschichte des Denkmals und mahnt zum weiteren Kampf für Frieden und Menschenrechte. <a href="https://www.deserteursdenkmal-erfurt.de/das-denkmal/julika_buergin_250901/" target="_blank" data-type="page" data-id="1573" rel="noreferrer">Ihre Rede vom 1. September 2025 zum nachlesen</a>.</p>
<p>Weitere Informationen auf <a href="http://www.deserteursdenkmal-erfurt.de" target="_blank" class="external" rel="noreferrer">www.deserteursdenkmal-erfurt.de</a></p>

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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-53603</guid>
                        <pubDate>
                            Thu, 03 Jul 2025 13:36:12 +0200
                        </pubDate>
                        <title>&quot;Freiheyt 1525 - Auf Thomas Müntzers Spuren&quot;</title>
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                                https://th.rosalux.de/news/id/53603
                            
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                        <description>Ein Exkursionsbericht</description>
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                            <![CDATA[
                                <p>Am 14. Juni 2025 reiste eine Gruppe von 13 Personen aus Erfurt und Halle nach Allstedt und Stolberg. Hintergrund der Reise waren die Veranstaltungen anlässlich des 500 jährigen Jubiläums des Deutschen Bauernkriegs. Ziel war es, mehr über das Wirken von Thomas Müntzer in Allstedt zu erfahren. In Stolberg, Müntzers Geburtsort, interessierten sich die Teilnehmenden vor allem um die Geschichte der Münzprägung im Harz, die Reformation in der Stadt und die Auswirkungen des Bauernkriegs in diesem Teil des alten Deutschland.&nbsp;</p>
<p>Zu Beginn der Führung wurde die Gruppe von <strong>Evelyn Edler</strong>, der stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt begrüßt.</p>
<p>Allstedt wurde 1524 zum Experimentierfeld von Müntzer. Es war seine erste gut bezahlte Stelle als Prediger und hier konnte er die Wirkung seiner Thesen auf die Menschen erproben. Wie <strong>Lukas Wölbing</strong>, bestens informierter Begleiter der Gruppe in Allstedt mitteilte, erfreuten sich Müntzers Predigten eines großen Zulaufs, auch aus den Gemeinden der Umgebung. Seine größte, ja revolutionäre Leistung war die Allstädter Gottesdienstreform. Unter anderem hielt der Reformator und Revolutionär erstmals im Reich einen Gottesdienst in deutscher Sprache, eineinhalb Jahre vor Luther. Dabei verließ er die Kanzel und stand im Angesicht der Gottesdienstbesucher. Und er predigte über eine Rückkehr zu einer Kirche des wahren Glaubens.&nbsp;</p>
<p>Inzwischen hatten sich auch Bürger*innen aus Allstedt der Gruppe angeschlossen. Sie konnten viele Details aus der Geschichte des Ortes hinzufügen und es entwickelte sich ein interaktiver Prozess.</p>
<p>Müntzers Agieren stieß nicht nur auf Zuspruch. Sein Hauptgegner war der Landgraf Ernst von Mansfeld. Anlass für die Vertreibung Müntzers aus Allstedt war der bis zum heutigen Tag ungeklärte Brand der Mallerbacher Kapelle am 24.03.1524. Müntzer wurde vorgeworfen, diesen initiiert zu haben, was jedoch nie bewiesen werden konnte. Die Probleme des Predigers in der Stadt verschärften sich nach seiner Fürstenpredigt. In ihr forderte er die Fürsten zum Kampf gegen die Leute mit dem falschen Glauben (also die Anhänger der korrupten Kirche) auf. Sollten sie das nicht tun, würde ihnen „das Schwert genommen“ werden. Diese Forderung hatte erhebliche Konsequenzen. Unter anderem wandte sich Luther nun endgültig von ihm ab. Diese Entwicklungen führten dazu, dass Müntzers Lage in der Stadt unhaltbar wurde. Am 1. August trafen sich die Fürsten Johann der Beständige und sein Sohn Johann Friedrich mit den Honoratioren der Stadt, um die Verantwortlichkeiten für den Brand der Kapelle zu klären. &nbsp;Im Ergebnis wird Müntzer zum Verhör vorgeladen. Unter diesem Eindruck flieht er aus Allstedt und wendet sich nach Mühlhausen.</p>
<p>Unter der Führung von Herrn Wölbing besichtigte die Gruppe die Wirkungsstätten des Reformators in Allstedt und erfuhr mehr über dessen Wirken und Leben. So heiratete Müntzer im Sommer 1523 Ottilie von Gersen in der Wigberti-Kirche und ihr gemeinsamer Sohn wurde hier geboren.</p>
<p>Im Anschluss führte <strong>Frau Rauschhardt</strong> von der Landeskunststiftung Sachsen-Anhalt die Gruppe durch den Ort zu einigen modernen Kunstwerken, welche unter dem Thema „Glühende Horizonte“ eine aktuelle, künstlerische Auseinandersetzung mit dem Bauernkriegsgeschehen und seinen Hintergründen darstellen.</p>
<p>Danach reiste die Gruppe weiter nach <strong>Stolberg</strong>.&nbsp;</p>
<p>Als erstes erfolgte ein kurzer Stopp im Schloss. Hier besichtigte die Gruppe zwei Ausstellungen über das Wirken von Frauen in der Reformation. Ein Thema, welches bis vor Kurzem eher wenig beachtet wurde. Die Reisebegleiterin <strong>Elke Stolze</strong> hielt einen kleinen Vortrag zu diesem Thema. Anschließend erfolgte eine kurze Besichtigung der Martini-Kirche, in welcher Thomas Müntzer getauft wurde.</p>
<p>Hauptziel des Besuchs in Stolberg war das Museum Alte Münze. Dort begrüßten Monika und Dietrich Lücke die Reisegruppe. Sie führten im Anschluss durch die Ausstellungen und erläuterten die wichtigsten Ereignisse rund um die Zeit des Bauernkriegs.</p>
<p><strong>Dietrich Lücke</strong> berichtete über die Geschichte der Münzprägung in Stolberg und den damit verbundenen Silberbergbau. Die Ausstellung stellt die Arbeitsabläufe und die Kunst der Münzprägung dar. Die erfolgreiche Geschichte der Münzprägung in Stolberg (die Stadt war berühmt für die hohe Qualität ihrer Münzen) basierte u.a. auf den zahlreichen Hütten- und Bergwerken im Harz. Münzmeister und ihre Gesellen waren Spezialisten und hatten einen guten Verdienst. Hinzu kamen weitere soziale Leistungen. So war es ihnen u.a. möglich, sich und ihren Familien ein Haus zu bauen. Der Bruch erfolgte nach den Verheerungen des 30-jährigen Kriegs.</p>
<p><strong>Monika Lücke</strong> informiert in einer zweiten Ausstellung über die Hintergründe der Unruhen im Verlauf des Bauernkriegs in der Stadt dar. Es waren allerdings weniger die Bauern, die zum Aufruhr riefen, sondern die Stolberger Stadtbürger. Denn im Mittelpunkt der Erhebung von 300 Bürgern standen vor allem städtische und nicht bäuerliche Konflikte wie die Leibeigenschaft, die es in dieser Gegend nicht gab. Für die Menschen in der Stadt waren es vor allem Währungsprobleme, die zur Verarmung führten, nachdem es in den Jahren von 1508 bis 1524 zu keinem Wohlstandszuwachs mehr kam. So waren auch die 24 Artikel, welche die Forderungen während des Aufstands beinhalteten, vor allem städtisch geprägt. Es kam zu Auseinandersetzungen zwischen der Stadtoberen und den Bürgern. Letztere forderten den Kaiser auf, für Gerechtigkeit zu sorgen. Als auch dies nicht erfolgte, erhob sich ein Teil der Bürger zum Aufstand, der jedoch schnell niedergeschlagen wurde. Neun Männer wurden in der Folge hingerichtet.&nbsp;</p>
<p>Wie nach der Niederlage der Bauern in ihrem Aufstand, so hatten die Bürger von Stolberg in der Folge einige Erfolge zu verzeichnen: So wurde 1526 die Zahl der kirchlichen Feiertage reduziert (was jedoch nicht mit aktuellen konservativ-neoliberalen Vorschlägen zur Feiertagsreduzierung zu verwechseln ist). Ebenso wurden die Kosten für Hochzeiten verringert und etwas später erfolgte tatsächlich eine Neuordnung der sozialen Verhältnisse.</p>
<p>Zum Abschluss organisierten die Kolleg*innen des Museums noch eine gemeinsame Cafe´-Runde, was auf große Zustimmung der Reisegruppe stieß.</p>
<p>Mit vielen beeindruckenden Erfahrungen reisten die Teilnehmer*innen der Bildungsreise anschließen zurück.</p>
<p>Bernd Löffler</p>
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                        <guid isPermaLink="false">news-52146</guid>
                        <pubDate>
                            Mon, 16 Sep 2024 11:43:00 +0200
                        </pubDate>
                        <title>Ökonomische Grundlagenbildung für die politische Praxis</title>
                        <link>
                            
                                https://th.rosalux.de/news/id/52146
                            
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                        <description>Workshop über die RLS Thüringen buchbar </description>
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                            <![CDATA[
                                <p class="MsoPlainText">Workshop</p>
<p class="MsoPlainText">Ökonomische Grundlagenbildung für die politische Praxis: Was ist und wie berechnet sich Inflation?</p>
<p class="MsoPlainText">Im letzten Jahr wurden wir von ver.di Jena/SHK eingeladen im Rahmen der Streikuniversität - während der Tarifrunde der Landesbeschäftigten - im Historischen Rathaus Jena einen Workshop zu Inflation anzubieten. In kürzester Zeit haben wir diesen, zugeschnitten auf die gewerkschaftlichen Forderungen, konzipiert und Materialien erarbeitet. Aufgrund des hohen Andrangs (statt 40 Kolleg*innen wie geplant, wollten rund 230 Menschen teilnehmen) fand aber am Tag der Streikuni selbst stattdessen ein improvisiertes Gespräch über Inflation und die Tarifforderungen statt, die sich auch aus den Preissteigerungen der letzten Jahre herleiteten.</p>
<p class="MsoPlainText">Inzwischen haben wir den damals konzipierten Workshop überarbeitet und zwei Varianten (1,5 Stunden &amp; 2,5 Stunden) konzipiert, in denen wir gemeinsam mit den Teilnehmenden über steigende Preise, die Inflationsrate und Ursachen diskutieren wollen.</p>
<p class="MsoPlainText">Am Ende beider Workshops wissen die Teilnehmenden etwas über:</p><ul> 	<li class="MsoPlainText"><span><span>Die Differenz zwischen steigenden Preisen und Inflation</span></span></li> 	<li class="MsoPlainText"><span><span>den Inflation zu Grunde liegenden Warenkorb und wie sich dieser zusammensetzt</span></span></li> 	<li class="MsoPlainText"><span><span>Soziale Ungleichheiten und Inflation </span></span></li> 	<li class="MsoPlainText"><span><span>Ursachen von Inflation (Energiepreise, Lohnpreisspirale, etc.)</span></span></li> </ul><p class="MsoPlainText">Im kürzeren Workshopformat können die politischen Debatten zur Soziale Ungleichheit und die Ursachen von Inflation aufgrund der Zeit nur angerissen werden. Der Fokus liegt hier stärker auf dem Verständnis des Begriffs Inflation bzw. der Berechnung der Inflationsrate. Im längeren Workshopformat wird der Zusammenhang von gesellschaftlicher Ungleichheit und Inflation anhand der eigenen Gruppe vertieft und sich ausführlicher mit aktuellen Diskussionen zu den Ursachen von Inflation befasst.</p>
<p class="MsoPlainText">Beide Workshopformate sind über uns buchbar und werden von Volker Hinck durchgeführt. Die Verfügbarkeit richtet sich nach seinen zeitlichen Ressourcen. Idealerweise sind beide Formate für Gruppen mit bis zu 20 Personen geeignet. Bei Bedarf schauen wir aber, ob auch mehr Personen machbar sind. Gerne richten wir den Workshop auf bestimmte Probleme oder die Praxis eures poltischen Zusammenhangs aus und stellen etwa die Grundlagen von konkreten Tarifforderungen dar. Bei Interesse an den Formaten meldet Euch bei <a href="mailto:volker.hinck@rosalux.org">volker.hinck@rosalux.org</a>.</p>
<p class="MsoPlainText">&nbsp;</p>

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                        </content:encoded>
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                        <guid isPermaLink="false">news-52235</guid>
                        <pubDate>
                            Thu, 20 Jun 2024 13:30:05 +0200
                        </pubDate>
                        <title>Das Geiseltal – Beispiel einer gelungenen Transformation</title>
                        <link>
                            
                                https://th.rosalux.de/news/id/52235
                            
                        </link>
                        <description>Bildungsreise vom 31.05. bis 02.06.2024</description>
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                            <![CDATA[
                                <p>Am Beispiel der „Bergbaufolgelandschaft Geiseltal“ ging die 14 Teilnehmende umfassende Gruppe der Frage nach, wie Transformationsprozesse - in diesem Fall einem ehemaligen Braunkohletagebau und dem damit verbundenen Industrierevier – gestaltet werden können, welche konkreten Ergebnisse sie erzielen und welche Konsequenzen die ansässige Bevölkerung zu tragen hat.</p>
<p>Zu Beginn des Wochenendes wurden am Freitagabend verschiedene Aspekte von Transformationsprozessen beleuchtet. Dazu wurden Beispiele aus der Geschichte (u.a. die Erfindung der Dampfmaschine, die damit verbundenen gesellschaftlichen Konflikte und ihre Folgen) vorgestellt. Dabei wurde hervorgehoben, dass Transformationsprozesse stets konfliktreich verlaufen, da in der Regel nicht alle Menschen und Unternehmen von den Veränderungen profitieren. Gerade in Zeiten des Klimawandels ist dies zu berücksichtigen.</p>
<p>Diese aktuellen Fragen wurden in der Diskussion ausführlich thematisiert. Unter anderem wurde der Nutzen von Wind- und Solarenergie in Frage gestellt und für eine Renaissance der Atomenergie geworben. Im weiteren Kontext wurde auch die Notwendigkeit eines vorhergehenden gesellschaftlichen Wandels ins Gespräch gebracht. Die Diskussion verlief somit durchaus lebendig.</p>
<p>Am Samstag war die Wetterlage problematisch, was zu einer leichten Programmänderung führte.</p>
<p>Zunächst wurde jedoch das Museum der Zentralwerkstatt Pfännerhall besucht. In einer Führung und einem kleinen Vortrag wurden die Geschichte des Braunkohlebergbaus und des benachbarten Industriegebiets vorgestellt. Für den Tagebau wurden im Verlauf der Industrialisierung 17 Dörfer ganz oder zum Teil abgerissen und die Bevölkerung in andere Gebiete umgesiedelt. Viele Menschen, die keine Arbeit in der Region fanden, verließen diese. Das zentrale Industrieobjekt war das Mineral- und Schmierölwerk Lützkendorf mir seinen verschiedenen Werken in Braunsbedra und Umgebung. Hierfür wurde in Braunsbedra extra ein großer Bahnhof gebaut. Tausende Menschen arbeiten in den verschiedenen Werken, zum Teil kamen die Arbeiter auch aus den naheliegenden Städten Halle und Merseburg. Seine Höchstproduktion erreichte das Werk 1944 u.a. wegen des hohen Bedarfs für die Kriegsführung des faschistischen Deutschlands. Nach schweren Bombenangriffen war das Werk 1945 zu 80% zerstört.</p>
<p>Nach dem Krieg begann der Neuaufbau. Teilweise wurden Maschinen in die Sowjetunion überführt. Im Jahr 1949 begann für das Werk und die Menschen eine neue Etappe der Produktion. In den 60er Jahren wurde deutlich, dass die Braunkohlevorräte zu Ende gehen. Die Produktion wurde auf die Nutzung von Öl umgestellt und ein neues Kraftwerk errichtet. Im Jahr 1964 arbeiteten rund 4.000 Menschen im Werk. Hinzu kamen 300-400 Lehrlinge, die hauptsächlich für BMSR-Technik ausgebildet wurden. 2006 endete die Geschichte des Mineralölwerks mit seinem Abriss. Die Arbeitenden wurden umgeschult oder arbeitslos.</p>
<p>Bereits während der Produktion waren erhebliche Umweltbeeinträchtigungen zu beobachten. Wie in vielen Industriezonen (aber auch Städten) der DDR waren die Luftverhältnisse zum Teil katastrophal. Im Erdreich befinden sich bis heute enorme Mengen Öl, die in Folge der anglo-amerikanischen Bombenangriffe während des zweiten Weltkrieges versickerten. Diese und andere Altlasten wurden sich selbst überlassen, wodurch das Erdreich bis heute an viele Stellen kontaminiert ist.Zum Schutz des Sees vor zuströmendem kontaminiertem Grundwasser wurde eine rund 800 m lange Dichtwand in bis zu 35 m Tiefe errichtet.</p>
<p>Heute befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Mineralölwerks eines der größten Solarfelder des Landes Sachsen-Anhalt. In der Zukunft soll im Gewerbegebiet Braunsbedra unter anderem eine Recyclingfirma angesiedelt werden. Geplant ist weiterhin ein weiterer Solarpark, mit dem ein Digitalspeicherwerk betrieben werden soll.</p>
<p>Ein zweites Standbein stellt die Entwicklung des Tourismus um den seit 2011 gefüllten ehemaligen Tagebau dar. Marinas, Naturschutzgebiete (u.a. mit 108 Brutvogelarten, vielen Durchzüglern, Fischen, Insekten usw.) und ein Weinberg sind bereits entstanden. Eine Erweiterung ist geplant. Wobei bereits erste Warnungen vor einer Übernutzung der Landschaft ausgesprochen werden.</p>
<p>Am Sonntag wurde das Museum für Vorgeschichte in Halle besucht. Dort wurden bei einer Führung zwei historische Transformationsszenarien vorgestellt: Erstens, das Leben des Homo Erectus in der Altsteinzeit und zweitens, anhand der Geschichtsverläufe, in der Zeit der Himmelsscheibe von Nebra. Jedenfalls soweit bekannt. Dabei wurde erläutert und unterstrichen, dass Innovationen zu allen Zeiten Teil von Transformationsprozessen waren. In der Altsteinzeit das Feuer, die Kleidung und die Unterkunft in Hütten. Im Neolithikum war es eine Einwanderungswelle, welche neue Technologien aus dem Osten Europas mitbrachte. In dieser Zeit entstanden jedoch auch erste Formen von Herrschaftsstrukturen und Krieg.</p>
<p>Ein abschließender wichtiger Aspekt bestand in der Schilderung, wie Klimaveränderungen (in diesem Fall eine Abkühlung) zu erheblichen gesellschaftlichen Veränderungen führten. Die Abkühlungen entwickelten sich als Folge von Vulkanausbrüchen z.B. über den Aleuten im Jahr 1.628 v.u.Z. Die Folge waren Missernten, Umstürze und Aufstände, Kriegshandlungen. Im konkreten Fall endete im besuchten Territorium die Aunjetizer Kultur. Die Kaltzeit dauerte ca. 300 Jahre und ging in die Spätbronzezeit über.</p>
<p>Die zahlreichen Beispiele dieser Reise führten den Teilnehmenden vor Auge, welche Transformationsprozesse in den bevorstehenden Zeiten notwendig sind bzw. auf die Menschheit zukommen. Die entscheidende Frage ist, ob sie diese Prozesse gestalten kann oder ob sie auf mittlere Sicht wegen der Verweigerung von notwendigen gesellschaftliche Veränderungen scheitern wird.</p>
<p>Für die Teilnehmenden waren es beindruckende Erfahrungen, was in der abschließenden Auswertung auch so formuliert wurde.</p>
<p>Bernd Löffler</p>
<p>Bilder: Matthias Weiss</p>

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                        <pubDate>
                            Mon, 25 Mar 2024 11:08:14 +0100
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                        <title>Soziale Wohnraumversorgung in Thüringen </title>
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                                https://th.rosalux.de/news/id/51826
                            
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                        <description>Herausforderungen und Möglichkeiten der Landesebene </description>
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                                <p>Eine gute und bezahlbare Wohnung oder Sozialwohnung zu finden, werde immer schwieriger, vor allem für untere und mittlere Einkommensschichten. Mit möglichen Maßnahmen, die aus dieser Situation führen könnten, beschäftigt sich eine an der Bauhaus-Universität verfasste Studie, die im Auftrag der Rosa-Luxemburg-Stiftung erstellt wurde.</p>
<p>Am 18. März 2024 stellte Stadtforscherin Lisa Vollmer zusammen mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen ihre Studie zu den Herausforderungen der Wohnraumversorgung in Thüringen und möglichen Vorteilen eines landeseigenen Wohnungsunternehmens vor.</p>
<p>Wir haben Lisa 4 Fragen zu bezahlbarem Wohnen in Thüringen und der Idee eines landeseigenen Wohnungsunternehmens gestellt. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=M_lSMbT-SIE" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.youtube.com/watch?v=M_lSMbT-SIE</a></p>
<p>Die Studie ist <a href="https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Studien/Onl-Studie_2-24_Wohnraumversorgung.pdf" target="_blank" class="external" title="Soziale Wohnraumversorgung in Thüringen">hier</a> online verfügbar.</p>
<p><a href="https://th.rosalux.de//fileadmin/ls_thueringen/dokumente/pdf/Soziale_Wohnraumversorgung_Zusammenfassung.pdf" target="_blank" title="Soziale Wohnraumversorgung in Thüringen - Zusammenfassung">Hier</a> gibt es eine Zusammenfassung.<br /> &nbsp;</p>
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                        </content:encoded>
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