Beschreibung
Die politische Linke in den USA erlebt seit einigen Jahren einen bemerkenswerten Wandel: Sie ist fragmentiert, aber dynamischer als früher. Ohne über eine eigene Regierungsmehrheit zu verfügen, prägt sie zunehmend politische Debatten, verschiebt den öffentlichen Diskurs nach links und übt wachsenden Einfluss innerhalb der Demokratischen Partei aus. Themen wie soziale Ungleichheit, Mindestlohn, Gesundheitsversorgung, Klimapolitik und die Rolle des Staates sind heute deutlich präsenter als noch vor zwei Jahrzehnten. Persönlichkeiten wie Bernie Sanders oder Alexandria Ocasio-Cortez stehen exemplarisch für diese Entwicklung – ebenso wie neue soziale Bewegungen, Gewerkschaftsinitiativen und eine politisierte jüngere Generation.
Doch wie ist diese Entwicklung historisch einzuordnen? Welche strukturellen Grenzen prägen die US-Linke bis heute? Und was bedeutet ihr Einfluss auf die Demokratische Partei für die Zukunft der amerikanischen Politik – auch im Vergleich zu Europa?
Über diese Fragen diskutiert Stefan Liebich, Leiter des RLS-Büros New York für USA, Kanada und die Vereinten Nationen. In seinem Vortrag analysiert er die Entstehung, Widersprüche und Perspektiven der Linken in den USA und ordnet ihre Bedeutung für globale progressive Bewegungen ein.
Veranstaltungsreihe „Geraer Gespräch"
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