Beschreibung
Seit jetzt genau 10 Jahren listet die Polizeiliche Kriminalstatistik häusliche Gewalt gegen Frauen differenziert auf: Gewalt in der Ehe! In eingetragenen Partnerschaften! In nichtehelichen Lebensgemeinschaften! In ehemaligen Partnerschaften! Die meisten Übergriffe gibt es unter Ex-Partner*innen. Dicht gefolgt von Noch-Beziehungen und nichtehelichen Gemeinschaften. Warum ist das so? Sind die eigenen vier Wände für Frauen und Mütter eine Sicherheitsfalle? Warum brechen Frauen aus den toxischen Kreisläufen nicht aus? Und warum tun Männer Frauen überhaupt Gewalt an? Töten sie sogar?
Immer im November, im Vorfeld des „Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ werden Zahlen und Fakten veröffentlicht. Sie steigen. Mit jedem Jahr. Dabei zeigt nur ein geringer Teil der betroffenen Frauen die Gewalttaten an. Trotz öffentlicher Sensibilisierung. Ist es Scham oder Angst? Welche Schutzlücken existieren? An welchen Stellen ist das Hilfesystem überlastet? Neue Sparpläne – was bedeuten sie für Frauenhäuser, Beratung, Prävention?
Dass Gewaltschutz auch anders geht, zeigt Spanien. Man muss es politisch nur wollen. Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache, sie trifft uns als Gesellschaft.
Diesen Fragen widmet sich unsere Diskussionsveranstaltung mit Gisela Zimmer, Hörfunk- und TV-Journalistin, langjährige Redakteurin und Moderatorin des Rundfunk-Frauenjournals «ungeschminkt».
Veranstaltungsreihe „Geraer Gespräch"
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