Beschreibung
Am 22. Juni 2026 jährt sich zum 85. Mal der Jahrestag des Überfalls Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion. Es war der Beginn eines beispiellosen Vernichtungskrieges durch das nationalsozialistische Deutschland im Zweiten Weltkrieg.
Sergej Tulpanow, Sohn einer deutschen Jüdin, war eine Schlüsselfigur in der sowjetischen Deutschlandpolitik und lenkte als oberster sowjetischer Kulturoffizier von 1945 bis 1949 den geistig-moralischen Neuaufbau in der damaligen sowjetischen Besatzungszone. Er förderte die Entwicklung eines regen geistig-kulturellen Lebens, indem er Schriftsteller*innen und Künstler*innen im musisch-künstlerischen Bereich, in den darstellenden und angewandten Künsten neue Schaffensbereiche ermöglichte. Außerdem sorgte er für Auftritte berühmter sowjetischer Künstler*innen und Klangkörper, wie dem Alexandrow - Ensemble auf dem Gendarmenmarkt in Berlin.
Die Autor*innen
Inge und Michael Pardon (†) sind promovierte Historiker*innen. Inge Pardon leitete das Zentrale SED-Archiv und sorgte für dessen geschlossene Überführung in die Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv (SAPMO). Inge und Michael Pardon haben jahrelang in deutschen und russischen Quellen gesucht, sprachen mit Zeitzeug*innen und Angehörigen und rekonstruierten die Biografie Tulpanows.
Gemeinsam mit der Deutsch-Russischen Freundschaftsgesellschaft Thüringen
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