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16. April 2026: Lesung/Gespräch : Ossis of Colour & Antifa Ost - (Auf)brüche und geteilte Erinnerung seit der Wende

Im Rahmen der 6. Tagung des Netzwerks Kritische Kommunikationswissenschaft vom 16.–18.04.2026 in Jena

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Friedrich Schiller University Jena, Hörsaal 3
Ernst-Abbe-Platz 8
07747 Jena

Zeit
16.04.2026, 20:00 - 22:00 Uhr
Themenbereiche
Erinnerungspolitik / Antifaschismus
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

«30 Jahre Antifa in Ostdeutschland: Perspektiven auf eine eigenständige Bewegung»

Aus den spezifischen Kämpfen gegen Nazis innerhalb des represssiven Staatsapparates der DDR und den Erfahrungen der Nachwendezeit hat sich die ostdeutsche Antifa als eigenständige Bewegung herausgebildet. Die erfolgreiche Mobilisierung der extremen Rechten und der vielfältige antifaschistische Widerstand im Osten lassen sich nicht einfach in eine gesamtdeutsche Erzählung einfügen. Gleichzeitig forderten antirassistische Kämpfe den Blick auf antifaschistische Praktiken neu heraus, insbesondere in Reaktion auf die rassistischen Morde des NSU und das strukturelle Versagen der staatlichen Behörden, aber auch vieler linker Strukturen. Auch wenn diese nicht unbedingt unter dem Label “Antifa” laufen, stellt sich in den vergangenen Jahren in vielen Bündnissen und Mobilisierung zunehmend die Frage, wie sich unterschiedlich verortete politische Kämpfe für Gleichheit und gegen Faschismus wachsendenden Bedrohungen und Repressionen stellen können.

In der Lesung werden diesen Fragen besprochen und ausgelotet, wie die spezifischen Erfahrungen und Kämpfe der ostdeutschen Antifa und von Ossis of Color ihre politische Praxis prägen. Die Frage ist, welche Leerstellen und Hürden gemeinsame Politiken verhindern und wie sich mit oftmals als grenzübergreifenden wahrgenommenen digitalen Medien geteilte Erinnerungen und Brüche festigen oder überwinden lassen.

Mit dabei:

Cynthia Zimmermann, in der DDR geboren, an vielen Orten groß geworden. Sie befasst sich mit den Kontinuitäten von Rassismus und radikaler Self- und Communitycare. Sie lohnarbeitet beim NSU-Dokumentationszentrum und ist in der "Initiative 12. August" politisch aktiv.

Christin Jänicke, ist Sozialwissenschaftlerin am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und promoviert an der Freien Universität Berlin zum zivilgesellschaftlichen Umgang mit  Rechtsextremismus, mit Schwerpunkt auf Ostdeutschland. Sie ist seit vielen Jahren in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung tätig.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der 6. Tagung des Netzwerks Kritische Kommunikationswissenschaft an der Uni Jena statt.

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen

Telefon: +49 361 5504115

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