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14. August 2026: Workshop : Von der finanzialisierten Ökonomie zum Monopolkapitalismus

Reihe zu Neoliberalismus

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Offene Arbeit Erfurt
Allerheiligenstraße 9
99084 Erfurt

Zeit
14.08.2026, 19:30 - 21:30 Uhr
Themenbereiche
Gesellschaftstheorie
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Parallel zum Ende des Bretton Woods Währungssystems entsteht in Chicago unter Milton Friedman ein theoretisches Projekt. Dieses bildet in den großen westlichen Industriestaaten die Grundlage für einen Wechsel der Regierungspolitik hin zu einer neoliberalen Ausrichtung. Bereits vor Margaret Thatcher (Großbritannien 1979), Ronald Reagan (USA 1980) und Helmut Kohl (BRD 1982) läuteten die „Chicago Boys“ in Chile unter Augusto Pinochet diese Wende ein. Die von Friedman empfohlene Schocktherapie entstand nach seinem Besuch beim Diktator. Gewaltsam und sukzessive werden national und international die neoliberalen Programme durchgesetzt. Heutzutage scheinen sie alternativlos. Als Thatcher in späten Jahren nach ihrer größten Leistungen gefragt wird, antwortete sie: »Tony Blair und New Labour. Wir haben unseren Gegner zum Umdenken gezwungen.« Man muss nicht nach Großbritannien schauen, um zu versteht, was sie meint: Für die HartzIV-Reformen und damit den größten Abbau des Sozialstaats in den 2000er Jahren waren SPD und B90/Die Grünen regierungsverantwortlich.

Neoliberalismus ist nicht nur ein politisches Programm, sondern auch eine Form der Machtausübung. Das Subjekt (des unternehmerischen Selbst) unterwirft sich freiwillig der bestehenden Ordnung. Was sich als Theorie und politisches Programm der Freiheit der Individuen verkauft, ist in seinen theoretischen Grundlagen autoritär. Es wurde historisch gewaltsam durchgesetzt und aufrechterhalten und ist in Konsequenz menschenfeindlich. In einer vierteiligen Veranstaltungsreihe soll sich mit seinen verschiedenen Facetten auseinandergesetzt werden.

14.8., 16:00 bis 19:00 Uhr: Silke Ötsch - Von der finanzialisierten Ökonomie zum Monopolkapitalismus

In einem dreistündigen Workshop werden konkrete Politiken angeschaut. Die Referentin spricht über den Umbruch von der finanzialisierten Ökonomie zum Monopolkapitalismus.

Gemeinsam mit dem Bildungskollektiv Erfurt e.V.

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen

Telefon: +49 361 5504115

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