Beschreibung
Mit Prof. Dr. Jens-Christian Wagner (Historiker und seit 2020 Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora)
Die Veranstaltung beschäftigt sich mit der zunehmenden politischen Instrumentalisierung und Umdeutung historischer Ereignisse. Gemeinsam mit dem Leiter der Gedenkstätte Buchenwald wird der Frage nachgegangen, wie historische Fakten bewahrt und gegen ideologische Verzerrungen verteidigt werden können. Ausgehend von den Erfahrungen der Erinnerungsarbeit in Buchenwald thematisiert die Veranstaltung den gesellschaftlichen Umgang mit Nationalsozialismus, Diktaturerfahrung und demokratischer Verantwortung. Dabei wird diskutiert, warum historische Bildung heute erneut unter Druck gerät – etwa durch Geschichtsrevisionismus, populistische Erzählungen oder die Relativierung von Verbrechen.
Im Gespräch sollen außerdem aktuelle Herausforderungen der Gedenkkultur beleuchtet werden: Wie entstehen historische Mythen? Welche Rolle spielen soziale Medien und politische Akteure? Und wie kann eine demokratische Öffentlichkeit faktenbasierte Erinnerung stärken und wie muss eine lebendige und junge Menschen ansprechende Erinnerungskultur aussehen.
Gemeinsam mit dem Suhler Gesprächsforum „Alternativ"
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