24. November 2020 Diskussion/Vortrag Folgen der Treuhandpolitik - damals und 30 Jahre danach

Information

Veranstaltungsort

Kulturbaustelle
Friedrich-König-Straße 35
98527 Suhl

Zeit

24.11.2020, 19:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Wirtschafts- / Sozialpolitik

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Mit Dr. Axel Troost (Wirtschaftswissenschaftler)

Die Wunden der Treuhand-Privatisierungen sind nicht verheilt. Die zunächst von der Modrow-Regierung am 12.3.1990 gegründete „Anstalt zur treuhänderischen Verwaltung des Volkseigentums“ mutierte dann schnell nach der Wahl vom 18.3.1990 als Treuhand „zur größten Vernichtungsmaschine von Produktivvermögen in Friedenszeiten“, wie Prof. Christa Luft, 1989/90 Wirtschaftsministerin der DDR, formulierte. Die Treuhand hatte den Auftrag, die staatlichen Betriebe der DDR-Wirtschaft zu privatisieren. 90% der volkseigenen Betriebe wurden „abgewickelt“, verscherbelt - oft für wenig Geld, oder einfach abgebaut, um einen Konkurrenten aus dem Weg zu räumen. Die Welle der Deindustrialisierung hatte eine gravierende Massenarbeitslosigkeit zur Folge mit verheerenden wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen, die bis heute noch teilweise wirken. Nachhaltige Wirtschaftsförderung, aber nicht um jeden Preis, Umbau der Wirtschaft und Demokratisierung auch in der Wirtschaft sind aktuelle Themen.

Gemeinsam mit dem Suhler Gesprächsforum „Alternativ“

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen

Telefon: 0361 5504115